Depot-Vergleich

Das wichtigste Werkzeug zum Vermögensaufbau ist das Aktiendepot. Die Unterschiede können teils enorm sein und hängen insbesondere von den persönlichen Gewohnheiten ab. Deshalb biete ich nachfolgend eine Übersicht der Konditionen vieler bekannter Aktien-Broker. Ich persönlich habe meine Aktiendepots bei der Comdirect* und bei CapTrader*.



Worauf bei der Wahl des Aktiendepots achten?

Insbesondere beim Online-Banking nähern sich die Angebote der Banken immer mehr an. Dennoch gibt es noch zahlreiche Unterschiede, die im ungünstigen Falle viele unnötige Kosten verursachen können. So werden teilweise Gebühren für die Dividenden-Zahlungen erhoben, oder Aktienkäufe werden abhängig vom Handelsvolumen kostenlos durchgeführt. Grundsätzlich gibt es 4 wesentliche Faktoren, auf die man achten sollte:

  • Depotvolumen
  • Anzahl der Käufe und Verkäufe (Transaktionen) im Monat
  • Art der gehandelten Wertpapiere
  • Ansprechpartner und Beratung

Schauen wir uns die Liste im Detail an:

Das Depotvolumen ist häufig entscheidendes Kriterium, wenn es um die Höhe der Depotgebühr geht. Zwar ist bei vielen Banken die Depotführung grundsätzlich kostenlos, doch wird bei anderen Instituten teilweise auch ein Mindestvolumen in Form von Bareinlagen oder Aktien vorausgesetzt. Ist dieses nicht vorhanden, können monatliche Gebühren anfallen.

Wer häufig handelt, sollte zudem Wert auf niedrige Transaktionskosten setzen. Diese hängen aber auch von der Gewählten Wertpapier-Art und dem Börsenplatz ab, an dem gehandelt wird. So bietet die DAB Bank sehr geringe Transaktionskosten beim Handel mit DAX-Aktien. Die Onvista Bank hingegen erlaubt einen kostenfreien Kauf, aber verlangt dafür Gebühren beim Verkauf von Wertpapieren. Wer häufiger im Ausland handelt, wird bei beiden Anbietern mit sehr hohen Gebühren rechnen müssen. Hier wäre CapTrader eine Alternative mit weltweit niedrigen Gebühren. So lassen sich zum Beispiel US-Aktien bereits für nur 4 US-Dollar erwerben.

Bei der Art der Wertpapiere ist es entscheidend, ob eher Aktien, Anleihen, Fonds oder Optionsscheine gehandelt werden. Bei Aktienfonds erlassen die meisten Depotbanken mittlerweile die Ausgeabeaufschläge. Zudem werden bestimmte Fonds als Sparplan angeboten, sodass du zu günstigeren Konditionen monatlich kleine Summen investieren kannst. Beim Handel mit Optionsscheinen arbeiten die Banken mit verschiedenen Instituten zusammen, bei denen dann häufig zu Sonderkonditionen außerbörslich gehandelt werden kann.

Wer beim Handel an der Börse noch unsicher ist und lieber einen direkten Ansprechpartner wünscht, wird eher bei Filialbanken fündig. Hier bieten sich die Sparkasse mit dem S-Broker an, aber auch die ING Diba oder die Targobank. Alle genannten Verteter haben auch Filialen, in den die Entscheidungen vor Ort besprochen werden können. Zu beachten ist allerdings, dass hier häufig höhere Gebühren als beim Onlinekauf zu Buche schlagen.

Lohnenswert ist auch der Blick auf die Aktionsangebote: So bietet der S-Broker regelmäßig hochwertige Aktionen für Neukunden wie z. B. geschenkte iPads*, die DAB Bank mit dem Trader-Depot bietet ebenfalls regelmäßig starke Rabatte für Neukunden* bzw. geringe Transaktionsgebühren für alle neu eröffneten Depots.

Meine Empfehlung

Ich persönlich nutze seit 2015 die Comdirect Bank* für meine Aktienanlagen. Die Direktbank glänzte immer mit guter Erreichbarkeit und einem stabilen System, bei dem man seine Orders zeitnah und günstig umsetzen konnte. All das sind Faktoren, die mich überzeugt haben. Deshalb möchte ich dir die Bank mit ruhigem Gewissen empfehlen.

Wer mindestens 4.000 Euro zum Investieren zur Verfügung hat und neben Aktien auch mit Optionen handeln möchte (nicht Optionsscheinen), dem kann ich das Depot von Captrader* empfehlen. Ich selbst nutze es seit Ende 2013 aus zwei Gründen: Aktien können an weltweit deutlich günstiger gekauft werden und es können auch Stillhalter-Geschäft mit Optionen durchgeführt werden. Allerdings erwartet CapTrader als deutscher Ansprechpartner für Interactive Brokers eine Mindesteinlage von 4.000 Euro, sodass dieses Depot für kleine Anleger nicht geeignet ist.