Zum Jahresanfang ist es immer Zeit einen Blick zurückzuwerfen. Ich konnte 2016 eine Performance von 23 % erzielen und habe über 650 Euro in Dividenden eingenommen. Gleichzeitig habe ich durch den Verkauf von Optionen insgesamt knapp 8.000 Euro realisiert. Durch den Verkauf von Aktien und Futures wurden außerdem rund 1.600 Euro Verluste realisiert.. Rund 1.200 Euro Transaktionskosten sind in den Ergebnissen bereits berücksichtigt.
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Die Resultate gliedern sich in zwei wichtige Einnahmequellen: Dividendenerträge und Erträge aus dem Verkauf von Optionen. Wobei das Optionsgeschäft mittlerweile meine Haupteinnahmequelle darstellt, weil sie für mich leichter planbar ist und gleichzeitige höhere Erträge ermöglicht.
Ich habe die Ergebnisse auch in meinem YouTube-Kanal kurz besprochen:
Die Ergebnisse im Detail
Dividendeneinnahmen habe ich hauptsächlich aus zwei Anleihefonds (Aberdeen FAX und iShares HYG) generiert, die monatlich ausschütten. Zusätzlich habe ich weitere Dividenden aus meinem Buy-and-Hold-Bestand erzeugt. Die gesamte Übersicht dazu findest du in meiner Depotübersicht.
Monatlich heruntergebrochen wird klar, wie volatil die Erträge über das Jahr hinweg ausgefallen sind. Man spricht zwar besonders bei Optionen von „Income-Strategien“, aber das heißt keineswegs, dass auch jeden Monat Einkommen generiert wird.
Hinzu kommt, dass besonders bei starken Markteinbrüchen ein Optionshändler nur schwer Einkommen erzielen kann. Einerseits steigt zwar durch die Angst am Markt die Optionsprämie, aber auf der anderen Seite ist diese Prämie auch durch sehr starke Kursschwankungen berechtigt. Man braucht hier als Stillhalter sowohl Ausdauer und Geduld, aber auch starke Nerven.
Das wird besonders in der folgenden Übersicht über die monatliche Depotperformance deutlich. Im Januar hatte ich mich deutlich zu weit aus dem Fenster gelehnt und dafür im Februar erstmal mit einem kräftigen Draw Down bezahlt. Seitdem habe ich es etwas ruhiger angehen lassen und konnte mit dem zweiten Quartal eigentlich jeden Monat Renditen zwischen 5 und 10 % erreichen.
Optionseinnahmen
Die Einnahmen aus dem Verkauf von Optionen entstehen aus drei wesentlichen Strategien. Die Butterfly-Strategie diskutiere ich seit Beginn 2016 regelmäßig im YouTube-Kanal und veröffentliche die Ergebnisse dazu auch auf der Website (Zu den Ergebnissen der Butterfly-Strategie). In der Grafik sind die kumulierten Ergebnisse hellblau dargestellt (FOPs).
Das zweite Standbein sind Short Puts auf interessante Aktien. Die Strategie hatte ich 2015 bereits eingehend beschrieben und diskutiert. (Hier findest du zur Optionsstrategie weitere Details.)
Die dritte Strategie habe ich bisher öffentlich überhaupt noch nicht diskutiert. Sie beinhaltet den regelmäßigen Verkauf von Optionen auf den EuroStoxx 50 und generiert allein im Durchschnitt ca. 1-2 % Rendite pro Monat. Da ich hier mit Optionen sehr nah am Geld arbeite und das Verlustrisiko für Einsteiger und unerfahrene Händler sehr hoch ist, werde ich diese Strategie auch nicht näher eingehen.
Gesamtperformance und Fazit
Auch wenn ich mich ungern mit einem Index vergleiche, bin ich doch froh, dass ich sowohl den S&P als auch den EuroStoxx 50 schlagen konnte. Allerdings war dafür entgegen von passiven Investmentstrategien auch relativ viel Aufwand erforderlich. Ich glaube daher, dass sich die Ergebnisse nicht für jeden Anleger wiederholen lassen.
Für mich persönlich ist es den Aufwand jedoch wert. Denn ich bin der Meinung, dass eine gute Strategie und entsprechendes Wissen, wie sich nachhaltig hohe Rendite erzielen lassen, für den Weg zur finanziellen Freiheit enorm von Vorteil ist.
So ist zum Beispiel bei höheren Renditen viel weniger Kapital erforderlich. Wer zum Beispiel von Dividenden mit einer Rendite von 4 % leben möchte, benötigt bei einem monatlichen Einkommen von 3000 Euro mindestens 900.000 Euro im Depot. Wenn es mir aber möglich ist, mit besseren Strategien 12 % pro Jahr zu erzielen, dann sinkt der Kapitalbedarf um ein Drittel auf nur noch 300.000 Euro.
Das ist eine Differenz von 600.000 Euro, die ich nicht zusätzlich verdienen muss.
Ein weiterer Punkt ist die Dauer, um das erforderliche Kapital anzusparen. Bei einer geringeren Rendite benötigst du nicht nur mehr Zeit um das benötigte Kapital zu sammeln, sondern du musst gleichzeitig sogar mehr Kapital sparen als wenn du höhere Renditen erreichst.
Um beim oberen Beispiel zu bleiben musst du zum Beispiel 900.000 Euro mit 4 % Rendite ansparen, während im anderen Fall nur 300.000 Euro bei 12 % Rendite erforderlich sind.
Das heißt, ich erreiche die finanzielle Freiheit deutlich früher als durch stures Dividendensparen und auf den Markt vertrauen.








