Ende Januar habe ich meinen Jahresurlaub in den Philippinen verbracht und dort etwas Abstand vom Leben im Deutschland gesucht. Ich entdeckte das Land aber nicht nur als Urlauber, sondern auch als Reisender, Suchender, Auswanderer, Träumer und Abenteurer. Seitdem ich nach dem Studium ein halbes Jahr in Singapur gearbeitet habe, hält sich der Traum vom Auswandern in meinem Kopf. Insbesondere Südostasien ist eine Welt, die mir vor allem menschlich bisher viel gegeben hat. Die Kultur ist deutlich herzlicher und offener Fremden gegenüber. Aber gleichzeitig spürt man auch, wie eng das Band zwischen Familie und Freunden geknüpft ist — unabhängig von der örtlichen Distanz. Die Philippinen sind landschaftlich ein Traum. Es ist ein Entwicklungsland und die Lebenshaltungskosten sind gering. Könnte man hierher auswandern?

Für einige mag diese Frage wie Hohn klingen. Deutschland bietet alles. Sichere Arbeit, sichere soziale Verhältnisse, ein geregeltes Leben.

Aber will ich das alles?

Ich bin es gewohnt, unter meinen Verhältnissen zu leben. Ich habe es verlernt, mich an Besitz zu erfreuen. Für mich ist Besitz kein Luxus, sondern eine Last. Jeder Gegenstand, den ich mir für meinen kleinen Haushalt anschaffe, macht es mir schwerer, meine Tasche zu packen und zu gehen. Freiheit bedeutet für mich nicht, an einen Ort gebunden zu sein. Freiheit bedeutet für mich nicht, viel zu besitzen. Freiheit bedeutet für mich nicht, einen sicheren Arbeitsplatz zu haben.

Freiheit bedeutet die Wahl zu haben.

Aber ich schweife ab.

Leben und arbeiten in den Philippinen

In den Philippinen ist das Leben anders. Die Kontraste sind anders. Das Land ist wunderschön. Das Wetter ist warm. Die Menschen sind herzlich. Gleichzeitig fällt mir das atmen schwer, wenn ich in Manila im Stau versuche, zwischen LRT und MRT zu wechseln, den nächsten Jeepney zu erhaschen, der mich zur Mall bringt. Stets mit schnellem Schritt. Gerade als Europäer fällt man hier auf und macht Diebe auf sich aufmerksam. Selbst Filipinos erzählen, dass sie schon mehrfach in Manila überfallen wurden. Dabei besitzen sie selbst kaum etwas. Das Tricycle hilft mir, den Einkauf von der Hauptstraße ins Wohnviertel zu karren. 40 Kilometer außerhalb ist die Luft etwas besser. Und die Umgebung wird wieder still.

Die Philippinen bestehen aus über 10.000 Inseln. Eine davon ist Cebu Island mit der Hauptstadt Cebu. Die zweitgrößte Metropole des Landes. Äußerlich unterscheidet sie sich nur wenig. Die Luft ist etwas besser. Und man sagt, hier ist es sicherer.

Ein Angestellter in der Gastronomie verdient bei voller Stelle etwa 15.000 Pesos im Monat — bei aktuellem Kurs knapp 300 Euro. Davon kann hier keiner Leben. Zumindest wenn man Deutsche Verhältnisse unterstellt. Eine eigene Wohnung hat hier kaum jemand. Die meisten Familien haben ein Haus, in dem sie mit Eltern und allen Brüdern und Schwestern wohnen. Das sind im Schnitt 6 bis 8 Leute. Ausgezogen wird erst, wenn man verheiratet ist. Allein kann man sich ein Appartement für 8.000 bis 10.000 Pesos kaum leisten. Wasser und Strom kosten zusätzlich. Glück hat, wer Spezialist im Hightech-Bereich ist. Als Programmierer sind hier wohl schnell Gehälter zwischen 50.000 und 100.000 Pesos erreichbar. Doch nicht jeder kann diese Arbeit leisten.

Dennoch scheinen alle glücklich. Alle klagen über mangelnde Perspektiven im Land. Wer jung ist und das Glück hatte, eine Ausbildung an den teuren Universtitäten des Landes abgeschlossen zu haben, versucht sein Glück im Ausland. In Singapur verdient man leicht das vierfache. Wenn man sich dann die Wohnung mit 4 Landsmännern teilt, bleibt sogar noch Geld über, um die Familie zu unterstützen.

„300 Euro“, denke ich und rechne mir im Kopf aus, wieviel Vermögen ich dafür wohl Sparen müsste, um es aus Dividenden finanziert zu bekommen. Für 100.000 Euro kaufen sich Menschen hier eine Wohnung und sind noch immer im Job gefangen. Dort hätte man das Einkommen eines Kellners, der sechs Tage die Woche arbeitet. 10 Stunden lang.

Mystische Berge und weiße Sandstrände auf Bohol

Abseits vom Gelde geht die Reise mit dem Flugzeug nach Cebu, wo ich nach zwei Tagen Aufenthalt schließlich mit der Fähre weiter nach Tagbilaran fahre. Die Hauptstadt von Bohol — eine weitere Insel. Sie hat es mir schon vorher angetan. Die Bilder der Chocolate Hills verströmen einen Magie, die man nicht beschreiben kann. Ein Wunder der Natur. Eine andere Welt bestehend aus lauter Hügeln, die in die Landschaft gesetzt wurden. Von allein können sie unmöglich entstanden sein, denke ich mir.

Die Fahrt mit dem Bus in die Berge, ins Landesinnere, gestaltet sich als ganz eigenes Abenteuer. Man hätte bequem ein Pakt buchen können für 2.000 Pesos. Inhalt sind die Chocolate Hills, River Cruising mit Essen und weitere Stationen. Doch die Fahrt im öffentlichen Nahverkehr entschädigt vieles. Sie ist nicht bequem. Der Bus ist voll bis auf den letzten Platz. 3 Personen drängen sich pro Sitzbank-Reihe auf jeder Seite. Wie zur Beruhigung dröhnt ruhige Musik aus den Lautsprechern. Warum gibt es das eigentlich in Deutschland nicht mehr?

Zwei ältere Damen vom Land sprechen mich an. Ihr Englisch ist gebrochen, aber doch verständlich. Wer hätte gedacht, dass sie die Sprache überhaupt beherrschen! Was ich hier treibe, wollen sie wissen. Ob ich hier lebe. Im Verlauf der Fahrt empfehlen sie mir weitere Orte, die ich mir ansehen soll. Neugierig sind sie, und ich spüre ihre Herzlichkeit. Nicht distanziert, wie einige andere, die lieber auf sicherem Abstand bleiben. Der Sitz neben mir wird frei, doch niemand mag sich setzen, bevor ich nicht freundlich einen älteren Herren mit „Dito po!“ auf den freien Platz hinweise Er lächelt dankbar. Dennoch merkt man, dass einige meiner ungewöhnlichen Herkunft etwas skeptisch gegenüber stehen. Normalerweise kennt man hier eher Australier oder Koreaner, doch auch ihre Zahl ist vergleichweise gering.

Insgesamt dauert die Fahrt knapp zwei Stunden. In halsbrecherischem Tempo heizt der Busfahrer über die schmalen Serpentinen den Hang entlang. Auf Zuruf wird gestoppt. Bezahlt werden die Fahrkarten im Bus beim Kontrolleur, der sich akrobatisch nach jedem Stop wieder in die offene Tür schwingt. Kommuniziert wird entweder per Zuruf oder indem mit einer Münze kräftig an die Haltestangen geklopft wird. Das sonst übliche „Stop!“ oder „Para po!“ hört man in den größeren Bussen schlecher als im überschaubaren Jeepney.

Die Chocolate Hills sind atemberaubend. Der Blick ist unbeschreiblich. Die Hügel sind wie gemalt. Das ganze Tal ist gefüllt mit ihnen und wirkt wie ein fremder Planet. Weit und breit ist nichts. Einige Bauern haben ihre Häuser in der Umgebung und bewirtschaften Felder. Die einzige Straße ist 15 Minuten vom Aussichtspunkt entfernt. Hier ist auch ein kleines Hotel mit gemütlichen Zimmern, in dem ich auf den Sonnenaufgang am nächsten Morgen warten werde. Noch ahnte ich nichts vom Regen… Sonne war am nächsten Morgen keine zu sehen, aber wenigstens konnte man am späten Vormittag wieder trockenen Fußes das Gebäude verlassen.

Direkt westlich an Bohol grenzt die kleine Insel Panglao Island mit ihren traumhaften Sandstränden. Palmen säumen das weiße Band zwischen Meer und Landesinnerem. Von hier kann man mit kleinen Booten auf Tour gehen. Segeln, weitere Inseln entdecken, Delphine beobachten. Hier fühle ich mich wohl. Die Stadt ist weit weg. Deutschland ist weit weg. Die Zeit steht still. Nur das Meer rauscht ohne Unterlass mal mehr und mal weniger. Es arbeitet sich jeden Morgen mühsam mit der Flut den Strand hinauf, bevor es Nachmittags den Raum langsam wieder freigibt.

Auswandern in die Philippinen?

Ehrlich gesagt bin ich ernüchtert. Der einzige Ort, wo es sinnvolle Arbeit für mich gäbe, wäre in Manila. Aber dort herrscht Chaos. Zwei Stunden zur Arbeit geballt mit schlechter Luft und großer Lautstärke der hupenden Autos und röhrenden Motoren. Auswandern, wenn ich finanziell Unabhängig bin — vielleicht auf eine der vielen Inseln, wo das Leben gesetzter ist. Aber Länder wie Thailand oder Malaysia versprechen hier einen besseren Standard für ähnliches Geld.

Die Landschaft ist toll, die Menschen sind toll und die Strände sind ein Traum. Aber ob das reicht, bin ich mir noch nicht sicher. Versorgungssicherheit gibt es keine. Ärzte sind kaum Verfügbar oder schwer erreichbar. Die öffentliche Verwaltung und Behörden sind träge und korrupt. Wer selbstbestimmt leben will, findet in den Philippinen sicher einen Platz. Hilfe kann man hier aber nur von Familie oder Freunden erwarten. Die beliebe Frage in Deutschland im Falle von Schäden oder Unfällen, „wer denn jetzt dafür aufkommen soll?!“ findet in den Philippinen eine einfache Antwort: Entweder du selbst oder niemand.

Dennoch: Das Land ist im Wandel. Ich bin mir sicher, dass es hier in 10 oder 20 Jahren anders aussehen wird. Hoffentlich besser. Bis dahin muss die Bevölkerung weiter mit der Ineffizienz in allen Bereichen kämpfen. Wer tage damit verbringt sich Gedanken darüber machen zu müssen, wie man überhaupt ein Dokument erhalten kann, der hat andere sorgen, als langfristig zu denken. Kurzfristig kommt immer etwas dazwischen, das gerade wichtiger wird als die ferne Zukunft — und sei es nur wieder einmal eine Krankheit. Asthma haben hier viele, Husten hört man ständig in der schlechten Luft. Die Menschen schützen sich mit Taschentüchern, aber das hilft nur gegen den groben Schmutz.

Ich habe einen tollen Eindruck vom Land bekommen und bewundere die Menschen, die es schaffen, trotz aller Umstände dort ein relativ glückliches Leben zu führen. Die Kinder spielen auf den Straßen, wirken unbeschwert. Bei den vielen Feiern mit Bekannten und Verwandten hört man wenig Diskussionen über Sorgen und Nöte. Man kennt es nicht anders. So mancher Deutsche müsste dort einmal Zwangsurlaub machen um zu lernen, was Geduld und Selbstverantwortung wirklich bedeutet.

Man könnte noch viel über das Land diskutieren und erzählen. So ist in den Philippinen zum Beispiel keine Scheidung vorgesehen. Die Welt ist so unterschiedlich. Die Ansichten trotz der katholischen Bevölkerung so verschieden. Dennoch vermisse ich die Zeit dort und komme im nächsten Urlaub gern wieder.

19 KOMMENTARE

    • Also Thailand kann ich auch sehr empfehlen. Die Menschen sind genauso freundlich und mir kommt es vom Umfeld her etwas stabiler und „westlicher“ vor (wenn man das so nennen will).

      Allerdings würde ich als Auswanderer im fortgeschrittenen Alter (sorry ;-)) lieber mit etwas mehr Geld rechnen. Die Ansprüche sind doch deutlich gehobener für den dortigen Standard.

  1. So ein Quatsch. Die Philippinen haben etwas mehr als 7 000 Inseln, wovon aber nur 800
    bewohnt sind.
    In der Gastronomie einen Verdienst von 300 Euro. Hahaha. Wo hast Du Deine Informationen her?
    Apartments fuer 8 000-10 000 das sind die Preise fuer Auslaender. Ich habe keinen normal verdienenden Einheimischen gesehen der das bezahlen kann.
    Thailand kommt Dir „westlicher“ vor. Ich lach mich kaputt.
    Ich lebe seit 25 Jahren in Thailand, Kambodscha, Vietnam und den Philippinen.
    Nichts fuer ungut. Das naechste mal besser recherchieren.

    • Danke für dein Feedback. Ich habe meine Informationen von drei philippinischen Freunden, die in der Gastronomie in Manila arbeiten. Zudem habe ich ganz guten Einblick weil meine Frau aus den Philippinen kommt und ich auch bei der Familie gewohnt habe.

      Dass ein normaler Einheimischer das bezahlen könnte, habe ich auch nicht behauptet. Vielleicht liest du meinen Artikel besser, bevor du kommentierst.

      Thailand ist definitiv westlicher, schon allein aus dem Grund, weil die Behörden dort nicht so korrupt sind und behördliche Dokumente aus diesem Land auch in Deutschland einfacher anerkannt werden.

      Ansonsten würde ich mich über genauere Informationen von dir freuen, wenn du so gut Bescheid weißt.

    • Dein Kommentar trifft zu.Ich lebe seit 30 Jahren auf den Philippinen allerdings nicht in Manila sondern auf Panay und es gefaellt mir dort sehr.Die Landschaft ist schoen und es ist hier sehr sicher.Ich plane eine kleine Hotelanlage und wuerde mich freuen,wenn ein Landsmann mitmachen wuerde.Mit 72 starte ich noch mal durch.Grundstueck usw ist vorhanden.

  2. Hallo Rico,
    ein interessanter Bericht auch wenn er nach meinen subjektiven Erfahrungen von 10 Wochen Philippinen (Luzon, Cebu und Palawan) zu negativ ist.
    Sicherlich, da gebe ich Dir recht, sind die Philippinen sehr günstig. Aber man muss auch bedenken, dass für uns Langnasen( So werden die weißen Europäer genannt) alles ca. 50 Prozent teurer ist wie für die Philippinos… Zumindest so lange, bis man weiß, wie man richtig mit den Philippinen verhandelt.
    Manila ist tatsächlich ein Moloch und nicht zum Wohnen geeignet. Cebu ist toll, auch Cebu City…
    Doch bedenke bitte einfach, es ist ein Dritte Welt Land. Bedeutet, die Einheimischen haben kaum Geld, und sicherlich ist der reiche Weiße ( Immerhin kann der es sich leisten in ein Flugzeug zu steigen und hier her zu fliegen) von Haus aus immer Reich… Egal wie viel Geld er zur Verfügung hat. Und Die Philippinen denken nicht an Morgen, oder gar Übermorgen. Sie denken und leben das Hier und Jetzt… Wie lieben diese fröhliche Art und weise der Menschen. Dies bedingt aber auch, dass sie sich nicht so die Gedanken an das Morgen machen..
    Ich kann dieses Land nur total Empfehlen und werde dort sicherlich alt…
    Stefan

    • Dem kann ich nur zustimmen. Die Menschen dort sind ganz anders. Der Artikel war auch nie negativ gedacht, sondern einfach als Kontrast zur typischen deutschen Denkweise. Meine Frau kommt aus den Philippinen und ich war dort auch schon öfter zu besuch. Ich weiß also wie es dort abläuft und kenne die „Local“-Preise. Bei dem System dort nehme ich ihnen auch nicht übel, dass sie nur von heute auf morgen leben… Ich würde aber manchmal behaupten, diese Sorglosigkeit ist eher aus der Not geboren, weil man im Zweifel eh nichts tun kann.

  3. Manila, Cebu und Davao sind die drei größten Städte und in keiner dieser Städte möchte ich leben.
    Ich war bis zum Taifun Yolanda auf Leyte in Tacloban, habe aber auch in den Randbezirken von Manila gelebt, z.B. in Bulacan oder Meycauayan.
    Ich kann nur so viel sagen: Man kann hier alles finden, was man sucht. Da sind einerseits AusWANDERER, die mit aircon und pool in einem bewachten Ressort wie in einem Käfig leben, ständig in den Mega Malls shoppen und einige tausend Dollar monatlich ausgeben..andererseits AusSTEIGER, die in der tiefsten Provinz in einem Nipa Kubo leben, fast autark sind und auf Filipino Niveau leben und es lieben so zu leben.
    Ich brauche nicht mal Strom, habe also keine aircon oder electric fan, TV, Handy…ein Luxus diese Dinge NICHT zu besitzen..meine Frau ist Filipina, ich habe Tagalog gelernt, mich intensiv mit der Kultur beschäftigt und mich zu 100 % angepasst..ich bin froh das die westliche Kultur der Überflussgesellschaft noch nicht bis in die Provinzen gekommen ist..hoffentlich muß ich das auch nicht mehr erleben..
    Ich hatte mal ein Haus für 3000 PHP in der Nähe von Castellejos (Zambales) gemietet..
    Jeder so wie er mag
    Maraming salamat at ingat ka

    Ralf

  4. Ein wirklich interessanter Bericht, einer der wenigen die ich als ausgewogen und nicht zu negativ empfinde. Es ist auch für jemanden der seit fast Jahren in den Philippinen lebt lesenswert. Die negativen Kommentare einiger weniger sollte man überlesen, das sind zumeist Leute die sich den Artikel nicht von Anfang bis Ende durchgelesen haben.
    Dieses Land befindet sich in einem raschen Wandel, welcher insbesondere in den letzten 5 Jahren besonders Fahrt aufgenommen hat. Es wird sehr sehr viel gebaut, aber nur wenige Produktionsstätten sind darunter.
    Die Überbevölkerung explodiert regelrecht was in Zukunft das Land vor ausserordentliche Probleme stellen wird. Allerdings ist es trotzdem sehr sehr schwierig Leute hier zu finden welche einer geregelten Arbeit nachgehen wollen.
    Ich suche seit langem z.b. Programmierer für die Entwicklung von Datenbanken und Cellphone Applikationen. Anfangsgehälter von 20 TD bei freier Kost und Logie wären zahlbar aber niemand interessiert sich. 20 TD sind in dem provincialen Umfeld hier extrem hoch, eine Maid verdient gerade mal 1000 bis 1500 Peso.
    Falls sich jemand aus Europa mit Auswanderungsgedanken trägt und erstmal schnuppern will wie es sich hier lebt, wir könnten Unterstützung brauchen. Kost und Logie ist frei, extra Taschengeld + Arbeitsort direkt am weissen Traumstrand. Internet Computer alles vorhanden.

  5. Danke für den interessanten Artikel. Mag sein, dass Thailand westlicher ist. Aber ich glaube, in den Philippinen ist es einfacher mit den Menschen zu kommunizieren, weil deutlich mehr Englisch können. Aber ich habe mir auch schon Tagalog-Lehrbücher angeschafft.

    Ich trage mich mit dem Gedanken, in die Philippinen auszuwandern. Ich kann überall arbeiten, wo ich Internet habe. Ich lebe jetzt in Deutschland und arbeite auch nur über das Internet.

    Ich würde gern ein kleines Haus (2-3 Zimmer) mit Elektrizität und natürlich Internetanschluss mieten. Mit welcher Monatsmiete müsste ich da rechnen?

    Salamat sa iyo at alagaan.

    • Hallo Rolf, das hängt ganz davon ab in welche Region du ziehen willst. Als ich meiner Frau das erzählt habe, war ihre spontane Reaktion übrigens „würde ich nicht machen“ 😉

  6. Danke für den interessanten Artikel Rico! Lustigerweise scheinen wir einiges gemeinsam zu haben: Ich bin ebenfalls mit einer Filipina verheiratet dessen Familie in der Nähe von Bulacan lebt, ich investiere auch leidenschaftlich gerne (ich arbeite im Investment Banking), bin viel zu Jung um nur annähernd an Ruhestand zu denken und ich spiele ebenfalls mit den Gedanken eines Tages in die Philippinen auszuwandern.

    Meines Erachtens ist arbeiten auf den Philippinen etwas einfacher geworden in den letzten Jahren allein schon wegen den vielen BPOs welche sich dort niedergelassen haben. Wenn man Fremdsprachen wie Deutsch, Französisch, Japanisch etc spricht kann man doch locker 50-80k verdienen. Die Arbeit ist aber nicht besonders anspruchsvoll… Die Löhne sind ebenfalls angestiegen und, wer in Metro Manila im BPO arbeitet, sollte sich eine 8-10k Miete problemlos leisten können. Das grösste Problem für Ausländer ist die Arbeitserlaubnis wenn man nicht verheiratet ist.

    Persönlich bin ich überzeugt dass man als gut ausgebildete Arbeitskraft in den Philippinen auf dauer seinen Platz finden wird. Man muss nur akzeptieren dass man erstmal ein paar Jahre für einen (vergleichbar) schlechten Lohn, eine erstmals „nicht anspruchsvolle“ Arbeit machen muss. Wenn man aber gut ist (und mit dem Chef gut auskommt… ) kann man aber doch noch was erreichen. Evt bin ich hier etwas naiv..

    Das allerschwiriegste finde ich aber ist seine eigene Mentalität / Ansprüche zu ändern. Wer dort glückglich werden will, muss nicht ausflippen wenn er mal von einem Monat zum nächsten lebt, sich nicht Sorgen machen weil man keine Krankenversicherung hat, kaum was für die Rente spart, mal 20% vom Gehalt für einen kurzurlaub an den Strand ausgibt und wenn am Ende des Monats was übrig bleibt jemanden ein Geschenk machen der noch weniger hat. Wenn man das lernt, kann man in den Philippinen sehr glücklich werden. Wenn man wartet (spart) bis an sich ein westliches Leben in den Philippinen leisten kann, dann wird man nie die Philippinen so erleben wie sie sind, man wird nie so glücklich werden wie die sind.

    Würde mich mal sehr auf einen freundlichen Austausch freuen. Meine email siehst du ja ;).

    Freundliche Grüsse
    Marc

    • Hi Marc, danke für deinen Kommentar! Bin gerade wieder hier und genieße die Zeit sehr! Deinem Punkt zur Mentalität kann ich nur zustimmen. Ich merke das immer an vielen Ecken. Im Moment stört mich besonders das ewige Warten immer und überall. Wenn man 30 Minuten an der Haltestelle steht, damit der Jeepney noch eine Person mehr für 40 Cent mitnehmen kann, ist das wirklich manchmal deprimierend! Aber es befreit auch irgendwie, wenn man nicht so abhängig von der Uhr ist 🙂 Hab dir mal eine Mail geschrieben! VG, Rico

  7. Meine Frage als Rentner auf den Philippinen zu leben ist! Kann man mit 8oo Euro gut über den Monat kommen, um ein einfaches Leben zu führen. Habe vor, mit meiner auf Negros lebenden Freundin ein einfaches Leben zu führen. LG Peter

    • Auf dem Lande ist das sicher möglich. Das hängt von deinen persönlichen Ansprüchen ab. Du musst halt bedenken, dass du auch alle Gesundheitsausgaben selbst decken musst, außer du hast eine ordentliche Krankenversicherung (auch nicht sehr günstig für Rentner)…

    • Es ist weniger der Lebenstandard, sondern die aufkommende Langeweile welche das leben in der Province beeinflussen. Ich lebe 12 Jahre im Land und habe inzwischen 4x Province leben jeweils einige Monate bis 1 Jahr probiert. Erst jetzt beim 4 anlauf, hatte ich den richtigen Ort und vor allem eine Beschaeftigung mit einem kleinen Resort.
      Das fuellt ausreichend den Tagesablauf aus.
      Inzwischen ist noch ein weiterer Deutscher hinzugekommen, so das wir uns den Platz teilen. Er hat auch in etwas deinen Betrag zur Verfuegung und kommt zurecht bisher.
      Krankenversicherung ist der Knackpunkt, ueber 70 wirds fast unmoeglich sich zu versichern.

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