Wer Robert Kiyosaki mit seinem Bestseller-Buch „Rich Dad, Poor Dad“ kennt, wird höchstwahrscheinlich auch schon von seinem Brettspielen wie Cashflow 101 oder Cashflow 202 gehört haben. Davon gibt es auf seiner Website auch eine Online-Version, über die ich nachfolgend berichten möchte.
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Inhalt von Cashflow Online
Der Inhalt des Spiels ist relativ leicht erklärt. Ziel ist es, möglichst schnell aus dem Hamsterrad oder „Rat Race“, wie es die Amerikaner nennen, zu entkommen, um auf dem Fast Track schließlich das wirklich große Geld verdienen zu können. Das Hamsterrad ist dabei das klassische Angestellten-Verhältnis, bei dem man nur gegen Arbeit seinen Lohn erhält. Erklärtes Ziel ist es, sich ein passives Einkommen aufzubauen.
Um dieses Ziel zu erreichen gibt es zwei Möglichkeiten:
- Man kauft Immobilien über die man seinen Cashflow schrittweise erhöht.
- Man spekuliert mit Aktienoptionen.
Wer schon erste Immobilien sein Eigentum nennen kann, wird zudem später die Möglichkeit antreffen, diese zu einem mehr oder minder guten Preis wieder verkaufen zu können. Mit dem ersten Geschäft dieser Art stehen einem dann auch schnell die Türen zum Fast Track offen. Denn nur mit genügend Cash kann man sich die Big Deals leisten, die den Cashflow auf mehrere tausend US-Dollar katapulieren.
Spielprinzip und Bedienung
Nach der erforderlichen Registrierung auf richdad.com ist die Bedienung des Spiels denkbar einfach. Entweder man tritt einem eröffneten Spiel auf der Online-Plattform bei, oder man erzeugt sein eigenes Spiel. Dort können entweder echte Gegner oder Computer-Spieler beitreten und Cashflow Online kann beginnen.
Das Flash-basierte Spiele bietet dann einen animierten Würfel, der entscheidet, ob man auf einem Chancen-Feld („Opportunity“) einem Gehaltsfeld („Paycheck“) oder auf diversen Ausgaben-Feldern („Doodads“) landet. Im schlimmsten Fall wird man sogar komplett gesperrt („Downsized“) und kann einige Runden überhaupt nicht teilnehmen.
Insgesamt ist die Steuerung sehr einfach gestaltet, doch zeigte sich bei einigen Versuchen die Programmierung nicht ganz fehlerfrei. Deshalb kann es vorkommen, dass sich das Spiel komplett aufhängt und nur ein Neustart des Spiels das Problem löst.
Eindruck und Lerneffekt
Robert Kiyosaki verspricht mit dem Brettspiel, das bei Amazon mit fast 200 Euro zu Buche schlägt, tiefere Einblicke in die Funktion des Geldes. Es soll dabei helfen, das eigene Denken zu verändern und Chancen zu erkennen, wie man Geld für sich arbeiten lassen kann. Alles zielt darauf ab, dem Hamsterrad zu entkommen und nicht mehr regelmäßig dem Gehalt nachrennen zu müssen. Klares Ziel ist ein passives Einkommen, das schließlich den Weg zum großen Reichtum ebnet.

Wer das Spiel allerdings verstanden hat, merkt schnell, dass es ähnlich wie bei Monopoly nur auf eine einzige Strategie hinaus läuft: So schnell wie möglich Immobilien zu erwerben, die einen möglichst hohen positiven Cashflow erzeugen und damit das Einkommen steigern. Die teilweise verlockenden Aktiengeschäfte versprechen hingegen nur in wenigen Fällen tatsächlich Aussicht auf erfolg. Ob hier Robert’s persönliche Erfahrungen eingeflossen sind?
Alles in allem zeigt sich Cashflow Online als recht hübsches Spiel, um die Zusammenhänge zwischen Cashflow, guten Schulden und schlechten Schulden zu verinnerlichen. Hat man diese jedoch erst einmal verstanden, bietet die Online-Variante nur noch wenige Überraschungen.
Fazit
Cashflow The Web Game ist beim ersten Mal spielen durchaus kurzweilig. Wer sich mit der Materie etwas genauer beschäftigt hat, wird aber auch schnell erkennen, dass viele Punkte stark vereinfacht wurden. Die Anleger der Dividenden-Strategie werden sich in gewisser Weise bestätigt sehen, weil sie zwar nicht in Immobilien investieren, dafür aber in Cashflow-steigernde Unternehmen.
Letztendlich kann ich für einen ruhigen Abend einen Blick in das Cashflow Web Game empfehlen. Ich persönlich habe es mittlerweile bereits mehrere Male gespielt, um mich von den Möglichkeiten selbst überzeugen zu können. Mit jeder weiteren Runde sinkt jedoch die Spannung, obgleich die Motivation, den Cashflow durch Immobilien-Vermietung zu steigern immer wieder neu geweckt wird.
Was bleibt, ist die Frage, ob das Brettspiel Cashflow 101 mehr bietet als die Online-Variante. Die Kritiken lesen sich dazu überwiegend positiv, doch sind rund 200 Euro für dieses Spiel kein Pappenstiel. Neugierig darauf macht die Online-Variante aber allemal.
Hast du Cashflow schon einmal gespielt? Ich würde freuen, wenn du deine Eindrücke in einem Kommentar schilderst!



