Ein Girokonto besitzt praktisch jeder, schon allein weil Gehalt oder Sozialleistungen auf dieses überwiesen werden. Doch abgesehen davon, dass für diese Leistung unnötigerweise häufig hohe monatliche Gebühren fällig werden, lassen sich viele Bankkunden auch beim Dispokredit das Geld aus der Tasche ziehen. Doch wie kann man sich geschickt aus dieser Situation herauswinden? Ich werde nachfolgend bessere Alternativen zum teuren Dispokredit vorstellen.

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1. Wechsel zum kostenlosen Girokonto

Der erste Punkt ist zugleich auch der einfachste: Der Wechsel zu einer Bank mit günstigeren Konditionen. Ich habe bereits die besten Girokonten mit ihren aktuellen Konditionen in einem eigenen Artikel vorgestellt. Schon dort wird das Sparpotential schnell deutlich. Auch die Zeitung Finanztest hat in der aktuellen Ausgabe wieder einmal die Dispozinsen untersucht und festgestellt, dass sich die Konditionen deutschandweit extrem unterscheiden. Zwischen 5,25 Prozent und 14,25 Prozent lag hier die Spanne.

Hinzu kommt, dass die Banken, die Gebühren für ihr Girokonto erheben, nicht zwangsläufig auch die besseren Konditionen anbieten. So verlangt die Sparkasse Leipzig zum Beispiel für ihr Girokonto 5 Euro im Monat und kalkuliert den aktuellen Dispo-Zins dennoch mit 12,5 Prozent. Die DAB Bank bietet als Direktbank das Girokonto hingegen bei regelmäßigem Gehaltseingang kostenfrei an und verlangt nur einen Dispo-Zins von 6,95 Prozent.

2. Die eigenen Finanzen immer im Blick behalten

Der zweite Punkt ist etwas aufwändiger und setzt direkt am eigenen Verhalten an. Dabei gilt die Grundannahme, dass ein Dispo-Kredit grundsätzlich extrem teuer ist. Es gilt also, diese Finanzierungsoption möglichst zu vermeiden und gar nicht erst in Anspruch zu nehmen. Dies kann man erreichen, wenn man seine Finanzen besser im Auge behält. Wer im Kopf nicht den Überblick über seine Einnahmen und Ausgaben hat, kann zum Beispiel ein einfaches Haushaltsbuch führen. Wer aber keine Lust hat, abends die Tagesausgaben in einem Buch oder einer Excel-Tabelle zu erfassen, kann diese Arbeit einfach und schnell unterwegs mit einer passenden Smartphone-App wie Financisto erledigen./>

3. Kostenlose Kreditkarten für größere Ausgaben

Wenn das alles nicht reicht, weil man doch einen Monat mehr Ausgeben muss, als auf dem Girokonto verfügbar ist, der sollte überlegen, kurzfristig mit Geld von seinem Finanzpolster auszugleichen. Um diese Maßnahme aber rechtzeitig zu planen, ist wieder das Haushaltsbuch nützlich.

Alternativ kann man bei längerfristigen Engpässen bestimmte Ausgaben auch über die Kreditkarte finanzieren. Die DKB Bank erlaubt zum Beispiel für die VISA Karte einen kostenlosen Kreditrahmen bis zur nächsten Rechnung am 20. eines Monats. Danach wird der fällige Betrag automatisch vom Girokonto abgebucht. Alternativ hilft die Santander Sunny Card für längere Kreditlaufzeiten. Der Zins ist mit 10,95 Prozent etwa auf der Höhe eines Dispokredites. Zudem lässt sich der Kreditbetrag bequem in Teilzahlungen begleichen. Hier steigt aber das Risiko, dass man sich in der Schuldenfalle verfängt. Ich habe selbst gemerkt, dass häufig ein Engpass auf den nächsten folgt und die Verlockung wächst, den Kreditrahmen auszuschöpfen. Hier ist äußerste Vorsicht geboten!

Letztendlich lässt sich festhalten, dass man sich teure Dispo-Zinsen nicht gefallen lassen muss. Wer seine aktuellen Konditionen nicht kennt, sollte hier unbedingt bei seiner Bank nachfragen! Die einfachste Lösung ist der Wechsel zu einer günstigeren Bank. Die Angst vor dem Papier-Krieg ist unbegründet. Meist reicht es, die letzten Konto-Auszüge durchzugehen und die genannten Kandidaten per Fax auf die Änderung aufmerksam zu machen. Langfristig hilft in jedem Fall ein Haushaltsbuch, um die eigene Disziplin zu erhöhen und den Überblick über die aktuelle Finanz-Situation zu behalten. Kreditkarten sollten nur im Notfall als Alternative herhalten, wenn einmalig größere Ausgaben anfallen. Ein Haushaltsbuch ist hier Pflicht, um die Schulden im Blick zu haben. Ansonsten ist das Schuldenrisiko besonders bei klammen Kassen viel zu hoch.

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