Hör auf, Gebühren für dein Girokonto zu bezahlen! Das ist der Tipp, den ich dir heute auf den Weg mitgeben möchte. Jeder möchte reich werden. Doch weißt du, warum es die meisten Menschen einfach nicht schaffen? Weil sie sinnlos Geld ausgeben. Da spreche ich noch nichtmal vom sparen, sondern einfach erstmal davon, dass man sich überlegt, welche Ausgaben wirklich gerechtfertigt sind.

Wenn du nicht gerade Schüler oder Student bist, hast du in den meisten Fällen ein Girokonto, für das auch Gebühren anfallen. Bei der Sparkasse sind das im geringsten Fall 1 Euro pro Monat, für die „Premium-Angebote“ sogar teilweise 2 bis 5 Euro. Nutzt du außerdem eine Kreditkarte, zahlst du in vielen Fällen nochmals 20 Euro oder mehr im Jahr — und dabei musst du die Karte nicht einmal einsetzen. Das heißt, du gibst allein für den Betrieb deines Kontos und die Verwaltung deines monatlichen Gehaltes rund 30 bis 50 Euro im Jahr aus!

„Das ist doch nicht so schlimm!“ denkst du jetzt? „Die paar Euro tun mir ja nicht weh!“

Hoffentlich gehörst du dann nicht zu den Menschen, die wegen einem Lebensmittel-Sonderangebot extra einen zweiten Discouter zum Einkaufen anfahren. Oder zu denen, die ihre Ersparnisse wegen 0,2 Prozent mehr Zinsen hin- und herschieben.

Nachgerechnet: „Was scheren mich 50 Euro?“

Rechnen wir einmal genauer nach: Du zahlst 50 Euro im Jahr für eine Leistung, die du ohne Nachteile auch gebührenfrei haben könntest. Wenn du diesen Beitrag 20 Jahre lang bezahlst, hast du 1.000 Euro buchstäblich in den Sand gesetzt.

Eventuell bezahlst du auch nur für das Konto, weil du unbedingt einen persönlichen Ansprechpartner bei der Bankfiliale benötigst? Aber wozu nochmal möchtest du den genau? Wir erinnern uns, die Person hinter dem Schalter bei der Bank ist kein Berater sondern ein Service-Mitarbeiter, die genau die Tätigkeiten für dich ausführt, die du in den meisten fällen auch schneller selbst erledigen könntest. Der liebe Bankberater, der dich einmal im Jahr anruft und mit dir über deine finanzielle Situation sprechen möchte, tut das nicht, weil er berät, sondern weil er neue Produkte zu verkaufen hat.

Oder du möchtest gern eine Filiale in deiner Nähe haben, zu der du bei Problemen hingehen kannst… Ehrlich? Wenn du Probleme mit der Bank hast, die du nicht telefonisch lösen kannst, solltest du besser die Bank wechseln. (Womit wir wieder beim Thema wären.)

Falls du immernoch unbedingt eine Bank vor Ort benötigst, dann such dir doch eine Filialbank mit kostenlosem Girokonto. Die gibt es nämlich auch.

Wenn du dich schon immer gefragt hast, ob man Geld aus dem Nichts herzaubern kann, dann hast du hier die Antwort! Also beginne jetzt, eröffne ein kostenloses Girokonto oder sprich mit deinem Ansprechpartner bei der Bank deines Vertrauens!

Vorsicht mit scheinbar kostenlosen Girokonten

Achte bitte darauf, dass viele scheinbar kostenlose Girokonten an einen Gehaltseingang gekoppelt sind. Wenn du hier keine bösen Überraschungen erleben möchtest, prüfst du die entsprechenden Bedingungen lieber vorher. Als faires kostenloses Girokonto und ohne Haken hat sich nach meinen Erfahrungen die Deutsche Kreditbank (DKB) erwiesen, die ein entsprechendes Girokonto inklusive kostenloser VISA-Karte mit gebührenfreier Bargeldabhebung an allen Automaten weltweit anbietet. Ein äußerst lobenswertes Konzept! Alternativ kann ich dir auch dir Comdirect Bank empfehlen oder — wenn du eine Filiale möchtest — die Targobank, zu der es auch einen Erfahrungsbericht gibt.

Mehrere kostenlosen Girokonten und ihre Konditionen habe ich bereits zusammengetragen. Hier lassen sich die einzelnen Angebote und Optionen einfach vergleichen.

7 KOMMENTARE

  1. Das mit den Gebühren ist echt schlimm. Wie du geschrieben hast, oft sind kleine aber feine Voraussetzungen an einer kostenlosen Nutzung gebunden. Bei meiner Hausbank habe ich momentan noch das Glück ein kostenfreies Konto zu führen. Das wird sich aber in diesem Jahr ändern. Was hältst du von Number26?

    • Hi, ich kenne den Anbieter, aber ich wüsste keinen Grund, warum deren Konto besser sein sollte als ein klassisches Direktbank-Angebot. Der Auftritt ist jünger, aber ich kann schon seit langer Zeit mein Konto vollständig online verwalten, da sehe ich den Nutzen dieses „FinTech“-Startups nicht.

  2. Hallo Rico,

    ich habe ein Zweitkonto bei der DKB und bin sehr zufrieden. Als Gemeinschaftskonto für mich und meine Frau sind wir bei der Sparda Bank, die seit neustem auch Gebühren erhebt. Bei meinen Recherchen fand ich heraus, das viele mit der Comdirect nicht so zufrieden sind. Die Norisbank ist da mehr zu empfehlen.

    • Hi, mit der Norisbank habe ich selbst leider keine Erfahrungen sammeln können bisher, habe bei der Codi aber nichts zu bemängeln bisher.

  3. Hallo Rico,

    das gleiche gilt für Depotkosten. Viele glauben, dass die Gebühren nicht ins Gewicht fallen.

    Das erklärt dann auch ihre Finanz-Position.

    MFG Philipp

  4. Hallo Rico,

    Absolut richtig – auch die vermeintlich kleinen quartärlich fälligen Beträge summieren sich über die Zeit. Besonders erschreckend ist gerade beim Girokonto allerdings, dass die Kosten für die exakt gleiche Leistung so deutlich variieren können.

    Ich habe folgenden Artikel zur „finanziellen Grundausstattung“ geschrieben, der hier vielleicht relevant ist: https://meinefinanziellefreiheit.com/2016/07/07/die-finanzielle-grundausstattung/

    Viele Grüße,
    FF

  5. 20~50 Euro, ist noch gar nichts, meine Eltern hatten 15 jahre lang ein sorglospaket bei der sparkasse, wo sie 7,90 Euro pro Monat geblecht haben, nur für das Konto und wofür? Ja, damit mein Vater schön seine kontoauszüge ziehen konnte, Wahnsinn, oder?! Schön teueres Papier!

    Hab mal dein Beitrag hier schon vor längerem gelesen und fühlte mich ermutigt. Ich holte meinen Eltern einen billigen Drucker und nun bekommt mein Vater auch so seine kontoauszüge beim Online-Banking!

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