Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Auch ich nutze die Zeit, um über die letzten 12 Monate nachzudenken und mich auf das Jahr 2013 vorzubereiten. Ein wichtiger Aspekt dabei ist mein Ziel der finanziellen Unabhängigkeit. Die Basis dafür wird besonders durch den Aufbau von Vermögen gelegt, über das mir ein passives Einkommen zufließen soll. Doch wie setzt man sich erfolgreich Ziele? Ich werde die wichtigsten Punkte erklären und dabei auch meine eigenen Ziele vorstellen.

Ich stütze meine Erklärung auf einen englischen Beitrag, der die Details bereits angerissen hat. Die wesentlichen Punkte sind:

  • Schreibe deine Ziele auf!
  • Strukturiere die Ziele in kleinen Etappen mit spezifischen Datum!
  • Beschreibe deine Ziele konkret, aussagekräftig, erreichbar und zeitlich definiert!

Den ersten Punkte erfülle ich mit diesem Blogpost direkt. Ich schreibe meine Ziele für 2013 auf. Neben privaten Zielen hinsichtlich meiner sportlichen Aktivität oder ähnliches, konzentriere ich mich hier auf meine finanziellen Ziele. Diese betreffen nach einem recht ernüchternden Jahr 2012 die Ordnung meine finanziellen Situation und ein zurückfinden auf eine angemessene Sparquote.

Jahresrückblick

Dieses Jahr verlief überaus rasant. Ich habe meine erste Arbeit nach dem Studium aufgenommen und musste feststellen, dass Ausgaben meistens höher sind als man erwartet und erst recht immer dann anfallen, wenn man sie nicht gebrauchen kann. Zum Zweiten habe ich mein Ziel, auf studentischem Niveau weiterzuleben klar verfehlt. Prinzipiell sind meine Lebenshaltungskosten zwar nur gering gestiegen, aber viele andere Kostenfaktoren sind dafür hinzugekommen. Positiv entwickelt sich hingegen mein Web-Business, das bereits Einkünfte abwirft, aber noch viel Arbeit erfordern wird. Im Bleibt die Hoffnung, dass das kommende Jahr hier weitere Verbesserung bringt!

Meine Ziele für 2013

Kündigung der Sparkasse

Organisatorisch werde ich noch in der ersten Januar-Woche mein Konto bei der Sparkasse kündigen. Dies ist mit dem Ende meiner Studenten-Laufbahn nicht mehr kostenlos und schlägt derzeit mit 5 Euro Verwaltungsgebühr im Monat zu Buche. Ich verlasse mich stattdessen auf die zahlreichen kostenlosen Girokonten. Diese 5 Euro werde ich direkt einsparen und meiner Sparrate zuschreiben.

Regelmäßiges monatliches Sparen

Mein Ziel soll es sein, bis Jahresende monatlich 500 Euro zu sparen. Im Ergebnis wären das Ende 2013 eine Ersparnis von 6.000 Euro zusätzlich auf dem Konto. Dieses Geld soll in Dividenden-Aktien investiert werden. Bei einer aktuellen Dividenden-Rendite von 5 Prozent pro Jahr ließen sich über diese Sparleistung knapp 300 Euro zusätzlich als passives Einkommen erzielen, was im Monat knapp 25 Euro entspräche. Die Rate soll jeweils direkt nach Gehaltseingang überwiesen werden.

Steigerung des passiven Cash Flows

Zudem möchte ich meinen aktuellen bescheidenen Cash Flow von knapp 40 Euro im Monat auf 80 Euro verdoppeln. Dies soll insbesondere durch die beschriebene Investition in Dividenden-Werte erreicht werden, aber auch durch das vorantreiben meiner Web-Projekte.

Vorbereitung zum Kauf einer Eigentumswohnung

Das vierte Ziel bezieht sich auf den Aufbau eines weiteren Standbeines im Immobilien-Markt. Obwohl dieses Thema in Deutschland derzeit sehr stark diskutiert wird, will ich mir bis Ende des Jahres einen konkreten Plan erarbeiten, um mir eine Eigentumswohnung zur Vermietung zu kaufen. Sie stellt für mich ein wichtiges Standbein beim Vermögensaufbau dar und verspricht durch den Hebel des Immobilienkredites überdurchschnittliche Chancen auf Erfolg. Dieser Plan wird dann 2014 in die Tat umgesetzt und dürfte maßgeblich von meiner wirtschaftlichen Situation zu diesem Zeitpunkt abhängen. Ansonsten werde ich mich bei diesem Schritt auf keinen Fall hetzen lassen.

Wenn auch du deine Ziele für das nächste Jahr aufschreiben möchtest, würde ich mich über einen Hinweis in den Kommentaren mit dem passenden Link zu deinem Blog-Post freuen.

Zum Schluss wünsche ich dir eine angenehme Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!

7 KOMMENTARE

  1. Aller Anfang ist schwer und auch ich habe die Erfahrung machen müssen, dass beim Einstieg ins Berufsleben ne Menge Geld einmalig investiert werden muss. Ich würde mir da aber keinen Kopf machen, wenn’s etwas schleppend losgeht. In meinen Augen solltest Du bevor Du das Thema Aktieninvestition angehst zunächst noch eine Liquiditätsreserve (Stichwort Tagesgeldkonto) zulegst, dann ist die Gefahr ins Minus zu geraten auch nicht mehr so groß, wenn unerwartete Ausgaben anstehen.
    Warum Du eine zu vermietende Immobilie anstrebst, kann ich nach Deiner (durchaus richtigen) Kritik an einer selbstgenutzten Immobilie nicht ganz nachvollziehen. Was lässt Dich glauben, dass das eine lohnenswerte Investition ist?

    • Hallo Dummerchen, danke für deine Antwort! Ich werde mich auch nicht so schnell entmutigen lassen 🙂

      Zum Stichwort Immobilie werde ich demnächst einen separaten Artikel bringen um das ganze noch etwas darzulegen. In Kürze kann man aber sagen, dass sich vermietete Immobilien wie ein „Business“ verhalten. Das heißt, die Kosten werden vom Brutto bezahlt und der Mieter bezahlt dein Objekt. Im Idealfall hast du also zusätzlich Cash Flow für den „Preis“ der Kreditaufnahme aus Vermietung und am Ende einen erheblichen Vermögensgewinn bei Verkauf durch den Kredit-Hebel.

  2. Sehr gut. Ich bin auch schon längst weg von der Sparkasse. Obwohl ich jemand bin, der für gute Leistung und guten Service gerne ein, zwei Euro mehr ausgibt, aber ich sehe den Mehrwert bei Sparkassen und auch bei Volksbanken nicht. Die haben nur Schalterverkehr für Rentner und Arbeitslose, aber nicht für Leute, die arbeiten müssen. So kam es mir vor, weil ich immer vor verschlossener Türe stand. Ich bin seit drei Jahren bei der Netbank und ich vermisse nichts.

    500 € pro Monat zu sparen ist gut und richtig. Zu der Entscheidung, dieses Geld in dividendenstarke Aktien anzulegen, kann ich dir nur beglückwünschen. Sicherlich hat man im ersten Berufsjahr ein paar Ausgaben mehr. Die hatte ich auch, u. a. wegen Umzugs, wegen neuer Möbel, wegen Versicherungen (Ich war nicht mehr bei meinem Vater mitversichert.) und natürlich gönnt man sich auch etwas, was völlig okay ist nach fünf Jahren entbehrungsreicher Zeit.

    Ich selbst bin in der Lage, jährlich 20000 € zu sparen und ich kaufe auch Aktien. Karibikurlaub brauche ich nicht unbedingt.

  3. Zunächst zum Jahresrückblick.
    Es ist eindeutig vorteilhafter auch die negativen Erfahrungen möglichst früh zu sammeln. Wie du mal geschrieben hast, du warst übermotiviert und ungeduldig, dass es sich nicht so schnell alles entwickelt wie vorgestellt, und anschließend ging es noch in die verkehrte Richtung.
    Also ich finde es schön, wenn man die Sache nüchterner angeht. Denn Übermotiviert verbunden mit ersten Erfolgen führt häufig zu viel riskanteren Einsätzen, die dann früher oder später Verluste produzieren, aber dann in großen Beträgen.

    Zu der Zielsetzung:
    ich sehe bei dir keine kleinen Etappen (eins von nur 3 Punkten). Man könnte natürlich sagen in 3 Monaten habe ich 600×3=1800, dies ist aber zu grob und berücksichtigt keine besonderen Situationen wie z.B. Jahresurlaub, der schon gewaltig zu Buche schlägt.

    5% auf 6.000€ wären 300€. Du zahlst aber nicht die ganze Summe am Jahresanfang ein, sondern Monat für Monat. D.h. durchschnittlich wären nur 3.000€ im Einsatz.

    Ansonsten viel Erfolg!

    • Danke für deinen konstruktiven Beitrag. In Sachen Zielsetzung muss ich in der Tat auch noch an mir arbeiten. Jahresurlaub ist bisher keiner geplant. Ich mach noch diesen Monat etwas Urlaub, der aber schon letztes Jahr bezahlt wurde.

      Ansonsten hast du recht, ich bin sehr ambitioniert und habe hier große Erwartungen an meine eigenen Ziele. Im Moment kann ich diese aber nur schwer erfüllen, was mich etwas frustriert.

      Mit deiner Rechnung hast du aber recht. Für mich persönlich ist aber eher wichtig, was am Ende des Jahres steht. Und da sind die Zahlen für mich schon gefühlte Untergrenze :/

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