Top 3 Auswahl-Kriterien guter Depotbanken

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Es gibt hunderte Banken, doch welche ist die richtige für dich? Warum solltest du dir über die Auswahl überhaupt Gedanken machen? Würdest du etwa ein Auto von jedem beliebigen Gebrauchtwagenhändler kaufen? Per Vorkasse und ohne Garantie und Probefahrt? Würdest du an einen Händler Geld überweisen, bei dem du nicht sicher sein kannst, dass du auch deine Ware erhälst? Die Anworten sind offensichtlich? Gerade, wenn es um die Wahl der richtigen Bank geht, werden plötzlich andere Maßstäbe angesetzt. Dabei ist besonders eine zuverlässige Depotbank unverzichtbar zum Vermögensaufbau! Sie bildet den Dreh- und Angelpunkt! Doch welche Bank passt zu dir und wie erkennst du sie? Ich werde hier die drei wichtigsten Kriterien kurz vorstellen.

Kriterium 1: Zuverlässigkeit

Eine Bank, mit der du dein Vermögen aufbauen möchtest, sollte besonders zuverlässig sein. Denn überlegen wir einmal: Diese Bank wird einmal Verantwortlich für die Verwaltung deines Vermögens sein. Würdest du das Geld, dass du jahrelang schwer erspart hast, eher einem dubiosen Berater anvertrauen oder lieber einer Bank, die für dich jederzeit erreichbar ist?

Fakt ist: Wenn die Bank nicht zuverlässig ist, ist dein Vermögen nicht sicher! Du kannst noch so viele Aktien im Depot liegen haben — wenn die Dividenden nicht zeitnah an dich ausgezahlt werden oder du bei Bedarf erst gar nicht an dein Depot heran kommst, dann ist dieses Vermögen für dich erst einmal verloren!

Für mich gibt es zwei Arten von Zuverlässigkeit: Wenn du einen persönlichen Ansprechpartner bei einer Bank hast, dann sollte dieser für dich jederzeit telefonisch erreichbar sein. Doch auch der beste Berater hat einmal Wochenende oder ist im Urlaub — im zweifel hast du in dieser Zeit keinen Zugriff auf dein Vermögen. Oder der Zugriff ist nur über Umwege und zusätzlichen Aufwand möglich.

Deswegen ist die Zuverlässigkeit für eine Direktbank von Natur aus besser. Du hast 24 Stunden am Tag Zugang zum Aktiendepot und kannst jederzeit frei über dein Vermögen entscheiden. Wenn! Ja wenn die Website der Bank auch erreichbar ist! Und wenn die Hotline ohne lange Warteschleife erreichbar und dir bei Fragen schnell und kompetent weiterhelfen kann.

Zuverlässigkeit bedeutet: Du hast jederzeit Zugriff auf dein Vermögen und einen kompetenten Ansprechpartner bei Problemen.

Kriterium 2: Funktionsumfang und Produktangebot

Die zuverlässigste Bank nützt dir nichts, wenn du dein Vermögen nicht in die Anlagen investieren kannst, die du für sinnvoll erachtest. Das heißt, eine gute Depotbank gibt dir Zugang zu allen erforderlichen Finanzprodukten. Dazu zählt nicht nur der Handel mit Aktien und Aktienfonds sondern womöglich auch passende Festgeld-Anlagen, Tagesgeld-Konten oder der Handel mit Derivaten oder Optionsscheinen. Gerade hier hängt die Auswahl entscheidend an deinen persönlichen Bedürfnissen, denn nicht jeder will mit Knockout-Zertifikaten handeln oder selber Optionen an der Börse verkaufen.

Das klassische Geschäft mit Aktien und Fonds bieten mittlerweile die meisten Banken an. Je spezieller die Anforderungen, desto kleiner wird die Auswahl. Kritisch wird es etwa, wenn man nicht nur Aktien aus den Industriestaaten handeln will, sondern auch Zugriff auf Wertpapiere in Schwellenländern wünscht. Auch die Auswahl der Fonds variiert stark zwischen den Anbietern. Klassische Publikumsfonds und ETFs gibt es überall, aber individuelle Produkte wie spezielle Länder-Fonds oder bestimmte Branchen sind schwerer zu finden.

Da Vermögensbilder und erfolgreiche Sparer im Normalfall nicht „traden“ sondern „investieren“, sind viele Trading-Funktionen kaum von Interesse. Dennoch: Wer zum Vermögensaufbau nicht der Buy-and-Hold-Strategie folgt sondern auf ein eigenes Handelssystem, wird dankbar für die zahlreichen Funktionen wie Limits, Stops und Order-Kombinationen sein, die bei bestimmten Ereignissen auslösen. Auch hier entscheiden die persönlichen Anforderungen.

Kriterium 3: Kosten und Transparenz

Wer Kriterium 1 „Zuverlässigkeit“ verstanden hat, wird verstehen, warum die Kosten erst an dritter Stelle stehen: Wer einen Gebrauchtwagen für 1.000 Euro kauft, wird kein zuverlässiges Luxus-Gefährt erwarten. Auch bei Depotbanken gilt dieses Argument: Wer nichts bezahlen will, wird zwangsläufig Abstriche bei der Qualität machen müssen.

Dennoch gilt: Kostenlose Aktiendepots sind genauso gut wie teurer Alternativen! Besonders Direktbanken werben gern mit kostenlosen Angeboten und zahlen häufig sogar noch einen Startbonus.

Doch nur weil das Depot keine Gebühren kostet, heißt das nicht, dass die Banken nichts verdienen. Direktbanken finanzieren sich üblicherweise aus drei Quellen:

  • Transaktionsgebühren beim Wertpapier-Handel
  • Zinsmargen bei Tagesgeld, Festgeld oder Krediten
  • Provisionen von den Fondsanbietern oder bei der Vermittlung von Partnerprodukten

Filialbanken funktionieren ähnlich, müssen aber zusätzlich teure Kundenzentren mit angestellten Beratern finanzieren. Deshalb sind sie zwangsläufig teurer als Direktbanken. An diesem Beispiel sieht man schon, dass „billig“ nicht gleich „billig“ ist. Es macht kaum Sinn Filialbanken und Direktbanken zu vergleichen, wenn man einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort wünscht. Gleichzeitig sollte man sich genau überlegen, auf welche Funktionen man tatsächlich nicht verzichten kann — denn letztendlich wird jedes Feature indirekt über die Gebühren bezahlt. Wer also weiß, dass er sowieso nur Aktienfonds kaufen will, kann auch zu einem spezialisierten Fondsanbieter gehen, der ausschließlich Fonds ohne Ausgabeaufschlag vermittelt, dafür aber sonst keine Funktionen anbietet.

Fazit: Wie findest du deine persönliche beste Bank?

Natürlich sind die genannten Kriterien nicht vollständig, aber sie beschreiben, worauf man in jedem Fall achten sollte. Um nun deine perfekte Depotbank zu finden, startest du am besten bei einem Vergleichsrechner deiner Wahl, der dir direkt verschiedene Angebote gegenüberstellt. Dort kannst du dir die günstigsten Angebote ansehen und prüfst auf der Website, ob die Depotbank auch tatsächlich die Funktionen bietet, die du benötigst. Im letzten Schritt schaust du dir zu deiner Auswahl einige Erfahrungsberichte an. Hier im Blog findest du zum Beispiel meine Berichte zur DAB Bank und zur DKB. Achte in den Berichten vor allem darauf, wie lang die Nutzer schon Kunde sind. Gerade Aussagen zur Qualität lassen sich nicht nach zwei Wochen treffen.

Letztendlich gilt, dass bei einer Depotbank das Vertrauen entscheidet. Nutze keine Angebote, wo die Kosten nicht transparent sind. Nutze keine Direktbanken teurer Hotline. Bei der DAB Bank ist die Hotline zum Beispiel eine günstige Festnetznummer mit Münchner Vorwahl. Denn seien wir ehrlich: Warum sollen wir einer Bank vertrauen, die schon die eigenen Kosten nicht klar darstellen kann? Was passiert hier, wenn du wirklich einmal ein Problem hast?

Hast du schon eine Depotbank deines Vertrauens? Welche Kriterien sind für dich bei der Auswahl wichtig? Oder achtest du ausschließlich auf den Preis? Hinterlasse doch einfach einen Kommentar mit deiner Meinung!

Falls du noch auf der Suche nach einer passenden Bank bist, empfehle ich dir den Depot-Vergleich.

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