Ein bisschen verheiratet: Finanziell unabhängig und trotzdem verheiratet

Wer mich auf meinem Blog die letzten zwei Jahre begleitet hat, wird wissen, dass ich bisher immer für mich allein gesprochen habe. Natürlich ist diese Situation nicht für alle Menschen gegeben. Seit Februar hat auch für mich das Leben einen neuen Lauf genommen. Von nun an werde ich den Weg zur finanziellen Freiheit nicht mehr allein gehen, sondern eine starke Frau wird mich an meiner Seite begleiten — in guten wie in schlechten Zeiten. Doch wie steht es nun um die finanzielle Freiheit?

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Mit der Hochzeit gibt es auch viele Veränderungen im Leben — bezogen auf das Thema des Blogs natürlich auch aus finanzieller Sicht. Ich werde also in Zukunft wohl auch etwas stärker darauf ein gehen, wie man gemeinsam mit seinem Partner erfolgreich sparen und Vermögen bilden kann.

Kann man verheiratet sein und trotzdem finanziell unabhängig werden?

Von meinen lieben Kollegen aus der Blogosphere weiß ich, dass hier schon einige verheiratet sind. Sie haben schon länger die Ehre gemeinsam an ihrer finanziellen Freiheit zu arbeiten. Vielleicht gelingt es mir, ihnen einige Tipps für ein erfolgreiches, partnerschaftliches Verhältnis zum Geld zu entlocken?

Nun wird es spannend, wie sich das Eheleben auf meine Ziele auswirken wird. Doch gleichzeitig bieten sich damit auch viele Chancen. In Zukunft werde ich auf beide Seiten etwas genauer eingehen. Einige Stichpunkte seien vorab schon einmal genannt:

  • Steuerliche Vor- und Nachteile
  • Ehevertrag
  • Aufteilung der Finanzen: Gemeinsames Konto oder getrennt?
  • Budget und Steuerung der Familienkasse: Wie organisiert man ein gemeinsames Haushaltsbuch?
  • Versicherungen: Absicherung des Partners

Häufig hört man, dass Partnerschaften und Ehe nicht unbedingt mit einem sparsamen Leben in Einklang zu bringen sind. Frauen haben so ihre Ansprüche… Gleichzeitig will man sein Leben natürlich auch gemeinsam genießen. Und wenn dann erst noch Kinder ins Spiel kommen… Allein die Hochzeitsfeier reißt schon ein großes Loch in die Familienkasse. Verträgt sich finanzielle Unabhängigkeit und Hochzeit überhaupt? Und wie lässt sich beides miteinander vereinbaren?

In jedem Fall weiß ich, dass viele Ehen scheitern — nicht zuletzt am Geld. Doch mir ist auch bewusst, dass Geld am Ende des Lebens nichts ist, wenn man keine Frau und Familie an seiner Seite hat, mit der man sein Glück teilen kann. Also muss sich beides in Einklang bringen lassen. Und ich werde dich an meinen Erfahrungen teilhaben lassen. Falls du schon verheiratet bist, würde ich in Zukunft natürlich auch gern deine Erfahrungen zum Thema erfahren.

Es bleibt also spannend auf dem Weg zur finanziellen Freiheit.

16 KOMMENTARE

  1. Hallo Rico,

    zunächst einmal „Herzlichen Glückwunsch“ zur Hochzeit und alles Gute für Euren gemeinsamen Weg!

    Ich selber bin auch verheiratet und habe (wie Du ja vielleicht weißt) die finanzielle Freiheit seit ein paar Jahren erreicht.

    Ob dies mit oder ohne Frau leichter oder schwerer ist, hängt sicher auch ganz entscheidend von der Frau ab. Bei mir war es ganz sicher so, dass meine Frau einen ganz entscheidenden Beitrag mit dazu beigetragen hat. Einmal direkt, indem sie zuerst jahrelang mitverdient hat und später (nachdem sie bereits aufgehört hatte zu arbeiten), mich von sämtlichen Aufgaben im Haushalt etc. entlastet hat.
    Aber auch indirekt, weil sie noch mehr als ich zu einer einfachen Lebensführung neigt und mich bei manchen Entscheidungen schon einmal „zur Besinnung“ bringen musste.
    Insofern ist unser heutiger Status ganz klar auch ihr Verdienst. Auch wenn sie keine Ahnung von Aktien, Steuern und dem ganzen „Finanzkram“ hat.

    Es hängt also ganz sicher von der Frau ab.

    Aus meiner Sicht rückt aber die finanzielle Freiheit ganz schnell in weite Ferne, wenn erst einmal Kinder mit ins Spiel kommen. Hier ist man als Eltern doch sehr lange in der Verantwortung und dann wird es schon sehr schwer denke ich. Da ich selber keine Kinder habe, kann ich es aber auch nicht wirklich beurteilen.

    Auf jeden Fall wünsche ich Euch beiden viel Glück für Euren gemeinsamen Weg. Und (ganz nebenbei): Es gibt wichtigere Dinge als Geld!

    Gruß, Der Privatier

  2. Hallo Rico!
    Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung.
    Es ist der normale Lebensweg von uns Menschen. Die Prioritäten deines Lebens werden sich allerdings durch deine Heirat und die zu erwartenden Kinder verändern. Mit deiner Entscheidung hast du deinem Leben eine neue Richtung gegeben. Im Mittelpunkt deines Lebens wird ab jetzt die Familie und deren Wohl stehen. Gemeinsam reich werden ist sicher möglich, aber dann müssen beide Partner dasselbe Ziel anstreben. Das ist sehr selten, denn nur etwa 5% bis 10% der Menschen steben dieses Ziel überhaupt an. Nun kann es sein, dass deine Partnerin genau zu diesen 5% bis 10% gehört. Kariere und Geld vor Familie und Kinder stellt. Wenn ja, dann werdet ihr gemeinsam reich. Wenn nicht, dann arbeitest du allein für drei oder vier Personen. Was da zum Reichwerden übrig bleibt, kannst du dir selbst ausrechnen.
    Der Malachit.

    • Ich hoffe nicht, dass man Karriere vor die Familie stellen muss. Für mich trägt die Familie einen entscheidenden Teil zur Karriere bei. Vielleicht geht nun alles etwas langsamer, aber das ist für mich kein Grund, mein Ziel an den Nagel zu hängen 😉

  3. Zu erst einmal herzlichen Glückwunsch.

    Ich denke zu zweit ist die finanzielle Freiheit viel leichter zu erreichen, solange beide am gleichen Strang ziehen! Die meisten Kosten fallen ja jetzt nur einmal an z.B. Wohnung, Strom, Heizung etc. und mit dem Ehegattensplitting zahlt man auch in den meisten Fällen weniger Steuern.

  4. Hallo Rico!
    Möchte dir zuerst auch einmal alles Gute für deine Ehe wünschen, freut mich das du dein Glück gefunden hast!
    Ich denke auch, dass eine Ehe finanziell viele Vorteile mit sich bringt, vor alle wenn beide Ehepartner einen ähnlichen finanziellen Status mit sich bringen. Wie Konstantin gesagt hat, lassen sich durch einen gemeinsamen Haushalt die meisten Kosten aufteilen, was in vielen Lebenslagen (Freizeit/Haushalt/Transport,…) Vorteile mit sich bringt. Natürlich sollte der Partner ähnliche Vorstellungen vom Umgang mit Geld haben, aber meistens sucht man sich da sowieso intuitiv den richtigen Lebensgefährten aus. Wie heißt es so schön: Gleich und gleich gesellt sich gern. Das gilt auch für finanzielle Ansichten, zumindest ist es bei mir und meinem Ehemann so! 🙂
    Liebe Grüße, Hannah

  5. Hallo Rico,
    alles Gute zur Hochzeit.
    Was die Frage „Kann man verheiratet sein und trotzdem finanziell unabhängig werden?“ angeht, so würde ich aus eigener Erfahrung sagen: Auf jeden Fall!
    Sogar einfacher als als Single.
    Warum?
    Man zahlt nur noch die halben Infrastrukturkosten. Halbe Miete, heizkosten halbieren sich und auch die GEZ-Gebühr wird pro Haushalt erhoben 😉
    Ehegattensplitting + eine neuen Steuerklasse bieten neue Optionen Dinge hin und her zu schieben und so die steuerliche Last zu optimieren.
    Was das Thema „Frau ist teuer angeht“ so würde ich sagen: Das hängt ganz von der Frau ab und im übrigen sind auch wir Männer nicht billig. Autos + die Jahreskarte fürs Fußballstadion (typisch männliche Hobbies) gibt´s nicht gratis.

    Gruß
    Finanzwesir

  6. Auch meinerseits beste Glückwünsche!
    Ich habe schon mal auf finanziell-umdenken bei ähnlicher Umfrage geschrieben, dass ich die Ehe über die finanzielle Lage und Ziele stellen würde, denn sie ist eine absolute Bereicherung an sich.

    Mit einem Ehepartner kann man die Finanzielle Unabhängigkeit schneller erreichen. Allerdings von Halbierung der Kosten zu sprechen wäre nicht korrekt. Man braucht immer noch ungefähr gleiche Portion pro Person an Essen, Wasser(Baden) etc. evtl. eine größere Wohnung als jeder einzelne zur Zeit hat usw.
    Wiederum wenn der zweite Verdienst hinzukommt – könnte man gerne von Turbo sprechen.

    Die rosigen Zeiten sind jedoch mit dem ersten Kind abrupt zu Ende. Der zweite Verdienst ist weg. Kosten steigen (mehr Wohnfläche, Auto …).

    Aber auch diesen Aspekt der Familie stelle ich über die Finanzen. Kind/Kinder sind wiederum eine Bereicherung an sich.
    Als Familienoberhaupt hast du dann aber andere Ansatzpunkte. Wenn ich z.B. von Wohngeld für Hauseigentümer schreibe, gibt es genügend Leser, die sowas nicht kapieren können (vor allem Selbständige). Jedoch für eine Familie mit Kindern sind Unterstützungen vom Staat willkommene „Nettozusatzeinkünfte“, welche den Weg zur FF etwas tragbarer gestalten.

    Rückwirkend betrachtet, verfliegen 18-20 Jahre, in denen das Kind zu Hause ist, wie im Nu. Also nicht zu lange aufschieben, und dann voll genießen.

    • Ich danke dir für deine Worte, die Ehe muss wohl oder Übel über die finanziellen Ziele gestellt werden. Aber ich denke, dass die finanzielle Situation ein wesentliches Fundament für die gemeinsame Zukunft darstellt.

      Ich stimme dir zu, dass man hier den Reichtum der Familie nicht monetär aufwiegen darf, auch wenn man sich leicht dazu verleiten lässt — gerade in unserer Gesellschaft. Da wird aber wohl meine Frau dafür sorgen, dass es bei uns nicht so weit kommt 😀

  7. Hallo Rico, Glückwunsch zu deinem Schritt Anfang des Jahres. Ich bin ihn vor zwei Jahren gegangen.
    Möchte mal meine Meinung zum Thema Kontoführung und Ehevertrag loswerden.

    Ich war in den ersten Jahren immer der finanziell Starke in unserer Beziehung, den kleinen Luxus den wir uns geleistetet haben (Restaurant jede Woche), konnten wir uns wegen meines Einkommens leisten, denn sie war Studentin. Am Ende ihres Studiums drehten ihr ihre Eltern unerwartet schnell den Geldhahn zu, sie hätte (binnen 10 Tagen) nur Hilfsjobs finden können, denn ihr nächster Schritt, das Referendariat, lag drei Monate entfernt. Wir haben dann diverse Varianten in Erwägung gezogen, von Zeitarbeit für 7,80 Eur pro Stunde, wo die Hälfte des Lohns für Sprit weggewesen wäre, bis zu einem Kredit von mir an sie. Schlussendlich haben wir einfach unsere Kontoverbindung zusammengelegt und haben ab da (Monate vor der Hochzeit) gemeinsam gewirtschaftet. Es war ein tolles Gefühl, ihr so aus der Bredouille zu helfen und wir haben seitdem extrem wenig Streit wegen Geld. Sicher ist da das Vertrauen, das Geld nicht sinnlos ausgegeben wird, sicher war aber auch immer genug Geld da, so dass keine große Konkurrenz um mögliche Ausgaben entstanden ist.

    Wegen Ehevertrag haben wir nicht lange überlegt – wir brauchen keinen. Die Gesetzeslage sieht vor, dass ich behalte, was ich in die Ehe mitbringe sowie sämtliche Schenkungen und Erbschaften (Geld, Immobilien) mein Eigentum bleiben. Was wir in der Ehe an Vermögen erwirtschaften, teilen wir. Die Ausgangslage ist natürlich auch, dass wir beide finanziell stark im Beruf stehen. Meine Frau steht beruflich auf starken Beinen, bekommt als Beamtin ca. 3000 netto zum Berufseinstieg. Ich bin in einem Großkonzern angestellt, finanziell kann jeder eine Familie alleine durchbringen, wenn dann auch jeder Luxus weg wäre. Ich denke, ein Ehevertrag macht Sinn, wenn die Vermögensverhältnisse zu Beginn der Ehe drastisch von einander abweichen, wenn Unternehmensbeteiligungen im Spiel sind, oder wenn sich ein Partner von vornherein dagegen absichern muss, dass die Ehe scheitert. Bei uns war dies nicht der Fall.

    Ich wünsche dir viel Glück bei deiner Ehe!

    • Vielen Dank für deine ausführlichen Worte. Beim Ehervertrag sind wir zum gleichen Ergebnis gekommen. Obwohl ich zwar „relativ“ besser verdienen, starten wir beide noch bei null. Alles was jetzt kommt, bauen wir uns gemeinsam auf. Das ist wohl der Vorteil, wenn man jung heiratet. Generell ist hier durch die allgemeinen Gesetze auch schon sehr viel geregelt.

  8. Rückblickend muss ich leider feststellen, dass die Heirat und das Kinderkriegen das grösste finanzielle Risiko überhaupt darstellen. Früher habe ich davon geträumt mit 50 nicht mehr arbeiten zu müssen durch erfolgreiche Aktienanlage und den Erwerb einer eigengenutzten Immobilie. Stattdessen war ich mit Mitte 40 praktisch pleite. Warum?

    Ganz einfach: Ich habe den Fehler gemacht zu heiraten und Kinder zu bekommen. Jede Frau kann sich jederzeit von ihrem Mann trennen ohne Gründe, es gibt keine Schuldfrage mehr. Die KInder werden meistens bei ihr landen und dann beginnt das große Zahlen.

    Um das mal ein bisschen klarer zu gestalten: Haus verkauft, Schulden abgezogen, übrig blieben 160.000 EUR. 135.000 EUR bekommt sie, der Mann darf 25.000 EUR behalten und zahlt die nächsten 10-15 Jahre monatlich 928 EUR Kindesunterhalt von seinem Netteinkommen. Das soll gerecht sein?

    Jetzt wird man denken: Das ist die Aussage eines frustrierten Vaters, mich wird es schon nicht treffen! Aber: Seit Jahren pendelt die Scheidungsrate um 50%, d.h. es trifft jeden Zweiten! Wer geht bitte freiwillig eine Investition ein, nach der man die 50%iger Wahrscheinlichkeit den Totalverlust erleidet?

    Ich kann nur dringend raten: Schließt einen Ehevertrag, am besten mit Gütertrennung. Wenn das versäumt wurde, heimliches Konto anlegen und regelmäßig Geld einzahlen.

    • Deine Erfahrungen sind wichtig! Allerdings schützt kein Ehevertrag davor, dass man das teilt, was man sich während der Ehe gemeinsam aufgebaut hat. Bei uns starten meine Frau und ich gemeinsam bei Null. Ansonsten sehe ich es so, dass man gerade wenn Kinder im Spiel sind, eine ganz andere Verantwortung hat. Hier gehts nicht mehr nur ums Geld. Sei nicht frustriert, in vielen Fällen geht das Geld nicht für die Reichtümer der Mutter sondern für das Wohl der Kinder drauf. Ein Ehevertrag wird das auch nicht ändern 🙂

  9. Ich hab die Ehe nie als Investition gesehen. Soweit kommts noch.

    Wir haben zu Beginn festgehalten wer was in die Ehe eingebracht hat und alles danach geht bei einer Trennung halt durch zwei. Ein geheimes Konto wäre für uns wohl der erste Schritt in Richtung Scheidung.

    Und was Kinder angeht, die sind cool und das beste „Investment“ überhaupt! Wohlgemerkt eigene Kinder, fremde Kinder sind für mich meistens nur nervige, schlecht erzogene Rotzbälger.
    Wenn man es früh genug schafft, seine finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen, kann man seine Kinder wirklich aufwachsen sehen. Und das ist dann wirklich cool. Wir haben zum Beispiel ein Jahr nur auf Reisen verbracht. Diese Zeit nimmt einem keiner, und durch die enge Bindung ist das Erziehungsergebnis auch ganz anders, als wenn man die Kinder frühzeitig in professionelle Hände (Kitas, Kigas, Schulen, etc) gibt!

    • Wer bei sowas finanzielle Entscheidungen in den Vordergrund stellt, sollte wohl gar nicht erst über eine Ehe nachdenken. Aber es ist schon wichtig, dass die Partner nicht vollkommen andere Prioritäten haben. Kinder machen mir aber noch etwas Bauchschmerzen, wenn es um die Sparquote geht…

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