Ein Problem mit dem Thema Finanzen ist, dass Geld nicht unbedingt zur Lieblingsbeschäftigung gehört. „Über Geld spricht man nicht“ ist eine klassische Aussage von finanziell weniger gebildeten Mitmenschen. Doch wie kann man sich finanziell besser stellen, wenn man über Geld nicht sprechen darf? Geld bleibt ein Tabu-Thema. Deshalb greift man gern auf Finanzberater zurück. Doch wie kann man von ihnen tatsächlich profitieren?.

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Nicht selten holt man sich bei Finanzfragen Tipps von einem Berater. Dagegen ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden, denn häufig befasst sich diese Person mit den fraglichen Themen täglich und ist nicht nur besser informiert sondern hat auch Zugriff auf zusätzliche Quellen und Unterstützer.

Besonders beim Thema Versicherungen und Finanzierung tragen die Medien gern publikumswirksam dazu bei, das Vertrauen in Finanzberater, Versicherungsberater oder Immobilienmakler zu zerstören. Dabei wird grundsätzlich kritisiert, dass die Berater mit großen Versprechungen um die Gunst der Kunden buhlen. Statt zu beraten, wird in Wirklichkeit nur verkauft — und zwar das Produkt, was die höchste Provision bietet und nicht zwangsläufig ein Produkt, das auch dem Kunden zu 100 Prozent nützt.

Dabei wird aber gern vergessen, dass die Kunden auch selbst zum Beratungserfolg beitragen müssen. Dies lässt sich einfach bewerkstelligen, indem man als Hilfesuchender die 3 größten Fehler beim Umgang mit Finanzberatern vermeidet. Dazu zählt insbesondere die richtige Vorbereitung und sich seine eigenen Ziele klarzumachen.

So hilft zum Beispiel in der Schweiz die BZ Berater Zentrum AG bei der richtigen Investitionsstrategie und verspricht die Erarbeitung einer individuellen Strategie gemeinsam mit dem Kunden. Dabei spielen sowohl persönlichen Ziele, die finanzielle Situation als auch der Anlagehorizont eine Rolle. Auch in Deutschland gibt es unzählige Unternehmen, die sich auf Finanzberatung spezialisiert haben. Doch wie kann man gemeinsam mit den Beratern neue Erkenntnisse gewinnen?

1. Fehler: Schlechte Vorbereitung auf das Beratungsgespräch

Wer zu einem Berater geht — egal für welches Thema — sollte sich immer vorbereiten. Das heißt, man muss sich vorab mit dem Thema beschäftigen, sich selbst informieren und bereits mögliche Lösungsvorschläge im Kopf haben. Wer erwartet, dass der Berater diese Arbeit abnimmt, wird kein individuelles Konzept erhalten, sondern ein Standard-Paket.

Letztendlich sollte man schon bevor man in ein Gespräch geht, ein Ziel vor Augen haben — genauso wie beim Kauf des neuen Autos, bei dem Marke, Farbe, Modell, Ausstattung und der mögliche Kaufpreis meist vorab schon klar sind. Warum sollte das bei Finanzthemen nicht erforderlich sein?

2. Fehler: Ein Berater als Lehrer betrachten

Berater können nur so gut erklären, wie der Kunde es verstehen kann. Das heißt, ein Berater muss sich auf Augenhöhe begeben und kann faktisch immer nur in einem Radius agieren, der dem Wissensstand des Kunden entspricht. Folglich entstehen zwangsläufig zwei Interessenkonflikte — egal wie wohlwollend der Berater ist: Der Kunde erwartet für wenig Zeitaufwand eine Lösung für sein Problem und der Berater muss in kurzer Zeit Konzepte darstellen, für die das Hintergrundwissen des Kunden nicht genügt.

Zu erwarten, dass der Berater auch Lehrer spielen soll, ist fast schon frech — denn meistens soll ein Berater nicht nur gut beraten sondern auch noch möglichst wenig kosten. Je besser man sich also vorbereitet hat, desto konkreter kann ein Berater aushelfen und unterstützen. Gerade zum Thema Geld gibt es viel Lektüre wie Finanztest, einfache Bücher zum Einstieg in die Materie oder Erfahrungen und Hintergründe im Internet.

3. Fehler: Eigene Verantwortung abgeben

Zuletzt sollten Kunden von einem Berater nichts anderes erwarten als wofür er bezahlt wird: Eine Beratungsleistung. Finanzberater können wie Autoverkäufer dabei helfen, aus einem Repertoire von Produkten das passende für die eigenen Ansprüche zu finden. Ein guter Berater wird allerdings immer etwas „passendes“ finden, sofern man sich nicht vorher selbst klar gemacht hat, was man eigentlich sucht.

Wer Fehler Nummer 1 und 2 gemacht hat und unvorbereitet ins Gespräch geht, wird fast zwangsläufig auch in die letzte Falle tappen: „Der Berater ist schuld.“ Egal was ein Berater empfiehlt — die Verantwortung für die Entscheidung liegt letztendlich immer beim Kunden. Wenn ich die Folgen meiner Entscheidung nicht abschätzen kann, dann darf ich nicht erwarten, dass der Berater für mich die Verantwortung übernimmt. Vielmehr heißt hier das Signal: Neuen Termin finden, selbst informieren, weiterbilden und nur dann entscheiden, wenn Risiken und Chancen klar sind.

Wie findet man einen vertrauenswürdigen Berater?

Wer diese drei Fehler vermeidet, hat auch keine Schwierigkeit mehr, vertrauenswürdige Berater von Schlitzohren zu unterscheiden. Für den Anfang hilft es, sich mit Freunden zum Thema auszutauschen und sich dort einen Berater empfehlen zu lassen.

Wer sich auf Augenhöhe mit seinem Berater unterhalten kann, wird schneller merken, ob hinter den blumigen Floskeln auch Fakten stecken. Zudem hat auch ein Finanzberater, der mit Leib und Seele seine Profession ausübt, mehr Freude beim Gespräch, wenn er auf einen Gesprächspartner trifft, mit sich tatsächlich Lösungen diskutieren und Strategien erarbeiten lassen.

Vom selbst denken befreien auch Berater nicht. Nur wenn ich weiß, wo die Reise hingehen soll, kann mir auch jemand dabei helfen, mein Ziel zu erreichen.

2 KOMMENTARE

    • Ein Berater gibt dir eine zweite Meinung auf Basis seiner (längeren) Erfahrung mit dem Thema. Er hilft dir, Kontakte zu erreichen und Angebote zu bekommen, die du ohne ihn gar nicht in Erwägung gezogen hättest. Er kann Konditionen für dich erreichen, die du ohne ihn nicht bekommen würdest. Aber er bildet dich nicht aus und nimmt dir deine Entscheidungen ab. Für das erste gibt es Lehrer und für das zweite gibt es deinen gesetzlichen Vormund.

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