Stehen Sie auch gerade vor der Frage, welche Versicherungen Sie tatsächlich benötigen? Wahrscheinlich haben Sie wie viele andere auch das Gefühl, dass Sie an dieser Stelle jeden Monat Geld anderen Leuten in den Rachen werfen, das Sie viel lieber selbst sparen würden?

Doch wer an seinem Vermögen arbeiten will, um finanziell unabhängig zu sein, darf dieses wichtiges Element der Planung nicht vergessen: Versicherungen! Sie bieten ein enormes Hilfsmittel, um sich gegen unkalkulierbare Risiken abzusichern ohne dabei seine Existenz zu riskieren. Doch welche Versicherungen sind tatsächlich wichtig?

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Sinn einer Versicherung

Zunächst einmal müssen wir festhalten, wofür eine Versicherung eigentlich da ist: Grundsätzlich soll sie ein Risiko absichern und uns im Schadensfall einen Ersatz leisten. Dieser Ersatz kann in Form von Geld oder in Form von Sachleistungen erfolgen — meistens aber ist er tatsächlich monetär. Die Art der Schäden, die man absichern kann, sind zur heutigen Zeit praktisch grenzenlos — doch nicht alle Schäden sollte man tatsächlich über eine Versicherung absichern!

Zwei einfache Beispiele: Im ersten Fall haben wir einen Autounfall verursacht und dabei leider auch ein Opfer zu beklagen, das nun sein Leben lang eine Behinderung zurück behält. Da die Person dadurch deutlich geschädigt wurde und uns die Schuld nachgewiesen ist, sind wir zu Ersatzzahlungen verpflicht (etwa Schmerzensgeld oder Schadenersatz). Im schlimmsten Fall kann diese Verpflichtung bedeuten, dass wir bis ans Lebensende für den Unterhalt der Person aufkommen müssen! Damit kann sich die Verpflichtung für uns auf Millionen-Höhe summieren!

Im zweiten Fall haben wir ein neues iPhone gekauft. Das Gerät war verdammt teuer und wir wollen wirklich nicht, dass es kaputt geht. Also bietet man uns eine Versicherung dafür an. Jetzt geht das Gerät tatsächlich kaputt, weil wir es unachtsam auf den Boden fallen lassen haben. Ärgerlich! Doch welchen Schaden haben wir? Natürlich ist es erstmal ärgerlich um das Geld, doch gleichzeitig können wir uns ohne Schwierigkeiten ein neues Handy kaufen. Falls wir nicht genug Geld für ein neues iPhone haben, tut es im Notfall sicherlich auch ein günstigeres Gerät. Doch haben wir in diesem Fall tatsächlich ein existenzielles Risiko?

Ich möchte darauf hinaus, dass manche Schäden zwar ärgerlich sind, aber man sich dennoch genau überlegen sollte, ob man sich dagegen teuer versichern will. Bei anderen mag die Gefahr, dass ein Schaden passiert, zwar deutlich geringer sein, aber im schlimmsten Fall ist damit unsere Existenz besiegelt. Hier zeigt sich also klares Potenzial zum Sparen: Auf „Luxus-Versicherungen“ kann man verzichten. Hier kommt es häufig günstiger, sich selbst zu versichern, indem man den gesparten Betrag nicht ausgibt, sondern zur Seite legt.

Welche Versicherung sind nun also wichtig?

Angelehnt an die obigen Beispiel, lassen sich die Schäden in existenzgefährdend und „ärgerlich“ einordnen. Grundsätzlich sollten nur existenzgefährdende Schäden versichert werden. Dabei steht nicht die höhe des Verlustes im Vordergrund, sondern die Höhe der Kosten, die man kalkulieren muss, um seine Existenz zu sichern.

So mag es bei einem Hausstand von 50.000 Euro durchaus überlegenswert sein, ob man diesen versichert, zumal, die Kosten der Versicherung sich auf unter 100 Euro im Jahr belaufen. Doch fragt man sich real, ob man den gesamten Hausstand zum überleben benötigt, fällt die Rechnung schnell anders aus.

Bedenkt man, dass in den wenigsten Fällen das gesamte Vermögen zerstört wird, sondern nur ein Teil, sinkt der Schaden schon einmal deutlich. Wenn man sich dann noch fragt, ob man tatsächlich wieder den neuesten LCD Flachbildfernseher benötigt, um weiterleben zu können, dürfte sich der Anschaffungsbedarf schnell auf einen Betrag unter 10.000 Euro reduzieren. Natürlich kann man dem entgegenhalten, dass man dafür mit 100 Euro pro Jahr fast 100 Jahre sparen muss, um die Summe zu sparen. Wenn man sich aber mal fragt, wie wahrscheinlich dieser Schadensfall tatsächlich ist, sieht die Rechnung schnell anders aus. So wurden 2010 bei rund 25 Millionen Hausratversicherungen gerade einmal eine Million Schäden gemeldet, die einen Schaden von 1,2 Milliarden Euro verursacht haben. Das macht pro Schaden im Mittel 1200 Euro! Auf einen Schaden von 50.000 Euro kommen also knapp 100 Schäden um 600 Euro! Lohnt sich dafür immer noch der Beitrag?

Fazit: Wichtig ist eine Haftpflichtversicherung. Sie schützt vor Ansprüchen gegenüber anderen, die man selbst fahrlässig verursacht hat. Zudem ist unbedingt eine Krankenversicherung notwendig. Dabei geht es nicht um die Absicherung einer Erkältung, sondern auch um die Absicherung von ernsthaften Krankheiten, die mit einer OP im Krankenhaus schnell mehrere tausend Euro am Tag kosten können. Zuletzt sollte man über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken. Wer nicht mehr arbeiten gehen kann, steht sonst schnell ohne ausreichendes Einkommen da. Leider hat hier die staatliche Leistung rapide nachgelassen, sodass ein Leben auf Sozialhilfe-Niveau auch nicht in diesem Fall erstrebenswert sein dürfte — insbesondere wenn man auch die Familie absichern möchte.

Sparen Sie sich die überflüssigen Versicherungen und legen Sie das Geld auf die hohe Kante! Dann haben Sie im Schadensfall Kapitel verfügbar und andernfalls einen weiteren Beitrag für Ihr Vermögen geleistet!

2 KOMMENTARE

  1. Ich denke mal alle Versicherungen, die einem vor dem Ruin bewahren sind vernünftig. Alles andere kann man sich getrost sparen und sparen. 🙂

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