Einnahmen durch Optionen um 400 % verbessert

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Einnahmen durch Dividenden und Optionsprämien

Ich habe mich heute etwas mit meinem Aktiendepot beschäftigt und meine Grafik zum passiven Einkommen überarbeitet. Nachdem ich im letzten Jahr vor allem meine Dividenden-Einnahmen betrachtet habe, wollte ich nun auch meine Einnahmen durch den Optionshandel mit erfassen. Immerhin tragen sie schon jetzt zu einem wesentlichen Teil zu meiner aktuellen Performance bei. Dabei gibt es von zwei guten Nachrichten zu berichten.

Dividenden-Einnahmen nach 4 Monaten schon bei 50 Prozent des Vorjahres

Die erste gute Nachricht ist die Höhe der Dividenden-Einnahmen. Sie erreichen schon jetzt die Hälfte des Vorjahres, obwohl gerade einmal 4 Monate vergangen sind.

Dies hat natürlich mehrere Gründe und lässt sich relativ leicht erklären: Ich habe im Rahmen meines Optionshandels meine Position in Altria massiv aufgestockt. Deshalb sind dort im April jetzt praktisch 4 mal so viele Dividenden wie im letzten Jahr geflossen.

Gleichzeitig haben sind die Einnahmen von Hyundai Motors durch eine Gewinnmitnahme um 50 Prozent niedriger ausgefallen. Auch RWE hat wie angekündigt die Dividende um 50 Prozent gekürzt, sodass auch hier weniger Einnahmen zu verzeichnen waren.

Auch meine Position in Royal Dutch Shell fehlt mir noch immer. Seit meinem Verkauf im Dezember ist mir der Kurs massiv davon gelaufen, sodass ich bisher noch keinen neuen Einstieg gefunden habe.

Optionsprämien steigern den Cash Flow um 400 %

Die zweite gute Nachricht ist das erste Zwischenergebnis von meinem Optionshandel. Hier konnte ich in den ersten 4 Monaten massive Kapitalzuflüsse verzeichnen. Die Gewinne waren sogar so stark, dass sie meine Dividenden-Einnahmen schon jetzt um Faktor 4 übersteigen.

Erreicht habe ich dieses Ergebnis durch den Verkauf von Call-Optionen auf meine vorhandenen Depot-Werte. Gleichzeitig nutze ich allerdings auch Naked-Puts zum möglichen Aufbau neuer Positionen. Wie diese Put-Optionsstragie funktioniert, werde ich in einem kommenden Beitrag genauer erklären.

Insgesamt sind die Optionsgeschäfte derzeit recht vorsichtig, weil ich noch immer dabei bin meinen Erfahrungsschatz aufzubauen.

Nächste Woche Freitag Enden die verkaufen Mai-Positionen auf die Deutsche Bank, die Deutsche Post, die Deutsche Telekom und Altria (Covered Calls).

Nach dem aktuellen Stand wird wohl die Deutsche Telekom nach 3 Monaten Haltedauer zum Kurs von 12 Euro ausgebucht werden, was einen Gewinn von 4,9 Prozent oder 21 % pro Jahr entspricht.

Meine große Altria-Position könnte bei 40 USD aus dem Depot fliegen, was ein Gewinn von 10,2 Prozent in 5 Monaten inkl. Dividenden oder knapp 22 % Prozent pro Jahr entspricht.

Meine Position der Deutschen Bank bleibt wohl noch etwas im Depot. Nachdem im April mein Naked Put bei 32 Euro ausgeübt wurde, wird mein Covered Call mit Strike 32 Euro im Mai wohl wertlos verfallen. Dafür erwarte ich Ende Mai dann die Dividende von 0,75 EUR. Derzeit bin ich trotzdem noch 0,3 % im Plus.

Die Deutsche Post wird neben Altria ein weiterer Wackelkandidat. Entweder mein Covered Call Strike 28 wird nächste Woche noch erreicht, dann wandert die Post für einen Gewinn von 3 % in zwei Monaten aus dem Depot. Derzeit liegt die Aktie aber noch etwas niedriger, sodass der Call womöglich auch verfallen könnte. Nach meinem teuren Einstieg im April für 28,18 bin ich derzeit mit einem Kurs von 27,18 dennoch leicht im Plus. Auch hier wartet alternativ Ende Mai die Dividende von 0,80 EUR auf mich.

Schon jetzt habe ich für Juni einen Naked Put auf Microsoft mit Strike 40 USD verkauft. Ob die Aktien im Depot landen, bleibt noch abzuwarten. Wenn ja, liegt der Kaufkurs dann bei 38,90 USD.

In meinem Buy-and-Hold-Aktiendepot hat sich währenddessen recht wenig getan. Der Depotbestand ist weitgehend unverändert. Positiv kann ich in jedem Fall feststellen, dass derzeit alle Werte im Gewinn notieren. Ich kann mich also nicht beschweren.

Fazit: Blick in die Glaskugel

Abschließend kann ich festhalten, dass meine Erfahrungen mit dem Verkauf von Optionen bisher sehr positiv ausgefallen sind. Bisher liegt meine Rendite auf das eingesetzte Kapital bei knapp 5 Prozent pro Jahr. Mein Aktiendepot selbst hat sich mit 9 Prozent verbessert, sodass ich hier durchaus abwarten muss, ob ich meine Options-Performance langfristig auch in Down-Markets halten kann. Bisher wäre ich vielleicht sogar besser dran gewesen, wenn ich schlicht und ergreifend Shell nicht verkauft hätte. Aber wer weiß das schon vorher? 😉

4 KOMMENTARE

  1. Hallo,

    Wie gestaltet sich die Kreditaufnahme beim Captrader. Die Zinsen sind ja ziemlich niedrig wenn ich das richtig gelesen habe.

    Gruß

    Jan

    • Ja, der Zins orientiert sich am Leitzins der jeweiligen Währung. Wenn du Euro leihst, zahlst du also den Leitzins + eine Marge für den Broker. Das Riskante ist halt, dass dein Kreditrahmen immer vom Depotwert abhängt. Man muss hier also sehr vorsichtig sein, was man tut.

      • Hallo,

        das bedeutet ja dass wenn die EZB den negativen Zins einführt bestünde sogar die Chance das man Geld dafür bekommt wenn man sich Geld leiht.
        Ok ich glaube nicht daran aber man soll niemals nie sagen (siehe Negativzinsen Bundesanleihen vor ein oder zwei Jahren).

        Gruß

        Jan

      • Ich denke nicht, dass das passieren wird. Es geht ja vor allem um die „Strafe“ fürs Geld parken, nicht darum sich zusätzliches Geld zu leihen.

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