Endlich ist es so weit. Mit GlaxoSmithKline (GSK, 940561) wandert ein zweiter UK-Konzern in mein Portfolio. Der Pharma-Konzern hat die Dividenden in den letzten 10 Jahren um 60 Prozent gesteigert und überzeugt auch sonst mit einer recht kontinuierlichen Dividenden-Politik. Für den Kaufzeitpunkt sprechen aktuell die schlechte Berichtslage, die stetig von rückläufigen Umsätzen und einem schwierigen Fahrwasser spricht. Zudem ist derzeit die Milliarden-Übernahme eines Wettbewerbers in Brasilien im Gespräch, der dazu beitragen könnte, das Geschäft für die Zukunft wieder auf Kurs zu bringen.
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Fundamental erwirtschaftet GlaxoSmithKline derzeit einen Umsatz um 26 Milliaden Britische Pfund bei einem Jahresüberschuss von 4-5 Milliarden GBP. Die Ausschüttungsquote ist bei etwa 67 Prozent vom Nettogewinn und spricht damit für eine relativ sichere Dividende.
Das Geschäftsfeld von GlaxoSmithKline umfasst neben mehr als 30 Impfstoffen gegen Grippe, Hepatitis A und B, Diphtherie, Tetanus, oder Gebärmutterhalskrebs vor allem Medikamente. Der Fokus liegt hier auf Asthma, Malaria, Krebs oder Parkinson. Zu guter Letzt ist GSK auch im Consumer-HealthCare-Bereich tätig und hat dort bekannte Marken wie die Zahnpflege-Serie Dr. Best, Odol oder Sensodyne. Produkte zur Nahrungsergänzung und Gesundheitsvorsorge runden das Angebot ab. Mit dieser Palette ist GlaxoSmithKline sehr weit aufgestellt und bietet Chancen für eine gute Entwicklung in vielen Bereichen.
Stabile Ergebnisse für 2012
GSK hat Anfang Februar die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2012 bekannt gegeben. Neben stabilen Ergebnissen für die Geschäftsbereich gibt das Unternehmen einen positiven Ausblick auf 2013 mit leicht wachsendem Gewinn bei sinkender Steuerlast. Für die Anleger stellte man eine weitere steigerung der Dividende und ein Aktienrückkaufprogramm von 1-2 Milliarden GBP in Aussicht. Wachstum soll aus insgesamt 15 neuen Produkten entstehen, die weltweit in den nächsten 3 Jahren gestartet werden.

Für mich persönlich stand GlaxoSmithKline schon seit 2007 auf der Watch-List, aber ich konnte mich ehrlich gesagt nie wirklich zu einem Kauf durchringen. Gründe dafür waren vielfältig. Zunächst sprach die negative Kursentwicklung nicht unbedingt für eine schnelle Entscheidung. Zusätzlich halten sich die Berichte über die kritische Lage des Unternehmens mit wenig Phantasie schon seit langer Zeit.

Für den Kauf sprechen schließlich die stabile, hohe Dividende von über 5 Prozent, die quartalsweise an die Aktionäre ausgeschüttet. Der nächste Ex-Dividenden-Termin ist am 20. Februar mit der folgenden Auszahlung im April. Ausführliche Informationen zur Dividenden-Historie erhält man auf der Website der Investor Relations. Vorteilhaft ist UK besonders hinsichtlich der Quellensteuer: Für Deutsche Anleger entfällt diese vollständig, sodass hier wie beim Öl-Multi Shell mit 5,1 % Dividenden-Rendite keine Abzüge oder zusätzliche Ausgaben drohen.


