Ich habe nach dem jüngsten Kurssturz bei Altria meine Position in Altria zum Kurs von 36,50 US-Dollar ausgebaut. Nachdem nun auch Coca Cola mit den Quartalsergebnissen negativ überrascht hat, werde ich auch hier die Chance zum Einstieg über einen Short Put nutzen. Der Softdrink-Riese hat im letzten Jahr weniger verdient als erwartet. Trotzdem wurde nun die Quartals-Dividende von 28 auf 30,5 Cent angehoben, sodass sich für den Dividenden-Aristokraten zur Zeit eine höchst attraktive Dividenden-Rendite von fast 3,3 Prozent ergibt.

Um den Einstieg in Coca Cola vorzubereiten, habe ich zum Kurs von 37 US-Dollar Put-Optionen mit Fälligkeit 21. März verkauft. Wenn der Aktienkurs bis dahin nicht unter den Strike bei 37 fällt, werde ich die Optionsprämie von knapp 0,60 US-Dollar behalten können. Andernfalls wird die Put-Option ausgeübt und Coca Cola wandert zum Kurs von 37 US-Dollar in mein Aktiendepot bei Captrader. Einschließlich der erhaltenen Prämie entspräche dies dann einem effektiven Kaufkurs von 36,40 US-Dollar.

Bei Altria hatte ich im Januar ebenfalls einen Put für 37 US-Dollar verkauft, der zum Verfallstag ausgeübt wurde und mir einen effektiven Einstiegskurs von 36,50 US-Dollar ermöglich hatte. Zusätzlich hatte ich bis letzte Woche eine weitere Put-Option zum Strike bei 33 US-Dollar verkauft, die ich mit einem kleinen Gewinn von 0,28 schließen konnte. Dadurch ist der Kaufkurs von Altria nun effektiv auf 36,22 US-Dollar geschmolzen.

Damit nimmt mein Aktiendepot bei Captrader nun schrittweise Gestalt an, nachdem ich bei der DAB Bank Anfang des Jahres einige Aktien temporär verkauft habe, um mir den Depot-Übertrag zu sparen. Es fehlt insbesondere noch Royal Dutch Shell, die in jedem Fall wieder ins Depot sollen, wenn sie nach dem starken Lauf wieder etwas konsolidieren.

Insgesamt bin ich derzeit von den Handelsmöglichkeiten fasziniert, die sich durch den Kauf und Verkauf von Optionen ergeben. Ich werde meine Erfahrungen damit in Zukunft noch genauer erläutern müssen. Für mich ist es genau das Instrument, nachdem ich irgendwie schon immer gesucht habe.

Für mich wird jetzt der 21. März spannend, weil dann viele meiner Optionen ihren Verfallstermin haben. Erst dann wird sich wirklich zeigen, ob meine Strategie profitabel sein kann.

4 KOMMENTARE

  1. Hallo,
    erkläre doch mal genau wie deine „Optionsstrategie“ aufgebaut ist.

    Meine persönliche Erfahrung ist, dass Optionsstrategien immer ein massiv schlechtes Chance/Risiko-Profil haben, sofern sie für das Trading benutzt werden.

    Short Puts würde ich einschätzen wie „Cent Stücke vor einer Dampfwalze aufheben“. Begrenzter Gewinn? Unbegrenzte Verlustmöglichkeit?

    Viele Grüße

    • Hallo Chris, meine Strategie besteht darin, abgesicherte Puts („Naked Puts“) zu verkaufen. Mein „Risiko“ besteht also darin, dass ich die Aktie wie Coca Cola tatsächlich zum definierten Preis ($37) kaufen muss. Natürlich sollte man für diesen Fall auch ausreichend Kapital vorhalten.

  2. Hallo Rico, vielleicht kannst Du mal Deine Strategie mit abgesicherten Puts( naked Puts) etwas näher erläutern.
    Auch Risiken und Chancen würden mich interessieren.
    Vielen Dank.
    Gruß Dieter

    • Das ist eigentlich einfach. Du verkaufst zu dem Preis einen Put, zu dem du die Aktie kaufen würdest. Dann kassierst du die Prämie und wartest bis zum Verfallstag. Liegt der Kurs dann unter dem Strike, bekommst du die Aktie. Liegt er darüber, hast du zwar keine Aktien, aber immerhin die Prämie.

      Das Risiko ist, dass die Aktie deutlich im Kurs fällt, und damit durch den Put am Ende doch deutlich über dem Marktpreis kaufst.

      Hättest du aber anstelle des Puts sofort gekauft, wärst du auch bloß zu teuer rein.

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