Priceline ist weltweit das größte Unternehmen in der Online-Tourismus-Industrie. Mit den bekannten Marken wie Booking.com (yeah!) oder Kayak hat sich das Unternehmen bereits in die Köpfe vieler Reisewilliger eingenistet. Zusätzlich generiert Priceline Umsatz durch die Autovermietung Rentalcars und die hierzulande weniger bekannte Reise-Suchmaschine Agoda. Im Sommer 2013 hatte ich Priceline in mein Depot aufgenommen mit dem Ziel 1000 Prozent Gewinn zu erzielen und damit meinen Einsatz zu verzehnfachen. Ist dieses Ziel noch realistisch erreichbar?

Insgesamt ist der Kurs von Priceline seit dem Kauf um 43 Prozent gestiegen. Das heißt, die jährliche Performance beträgt knapp 27 Prozent pro Jahr bei einer Haltedauer von 1,5 Jahren. Um mit dieser Entwicklung 1000 Prozent Gewinn zu erzielen, müsste ich Priceline also noch weitere 8,5 Jahre im Depot halten. Ob das Unternehmen in diesem Zeitraum auch tatsächlich diese Renditen bringt, lässt sich natürlich kaum vorher sagen.

Wie schauen die Ergebnisse im Detail aus? Der Umsatz ist auf 8,4 Milliarden US-Dollar gestiegen und ist damit doppelt so hoch wie 2011. Damals hatte Priceline noch einen Umsatz von 4,3 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Betrachtet man die Entwicklung im 5-Jahres-Zeitraum, wuchs der Umsatz im Schnitt um 11 Prozent pro Jahr.

Besser enwickelte sich der Gewinn, der im gleichen Zeitraum von 500 Millionen auf 2,4 Milliarden US-Dollar zugenommen hat. Dies entspricht einem durchschnittlichen Wachstum von 29 Prozent pro Jahr.

Priceline Group: Entwicklung von Umsatz und Gewinn bis 2014
Priceline Group: Entwicklung von Umsatz und Gewinn bis 2014

Ein Blick auf den operativen Kapitalflus zeigt, wieviel Geld im Jahr tatsächlich in das Unternehmen hinein fließt. Während der Gewinn durch zahlreiche andere Faktoren beeinflusst werden kann, zeigt der Kapitalfluss, was sich tatsächlich auf den Konten des Unternehmens abgespielt hat.

Grundsätzlich geht es mir darum, einen positiven Kapitalfluss zu erkennen, der sich ähnlich wie der Umsatz entwickelt. In diesem Fall konnte Priceline den operativen Kapitalfluss um rund 22 Prozent pro Jahr steigern, was deutlich mit Umsatz und Ergebnis korreliert.

Priceline Group: Entwicklung des operativen Kapitalflusses bis 2014
Priceline Group: Entwicklung des operativen Kapitalflusses bis 2014

Nicht korreliert hat hingegen die Kursentwicklung. Nachdem der Börsenwert beim letzten Quartalsbereicht sogar eingebrochen war, hat sich der Kurs erst seitdem wieder etwas berappelt. Bei Bekanntgabe der Zahlen setzte die Aktie gar zu einem beherzten Sprung von über 8 Prozent an einem Tag an. Dennoch, auf Jahressicht ist noch nicht viel passiert.

Für die nächsten Monate erhoffe ich mir zwar wieder etwas mehr Wachstum, das aktuelle KGV von 26 lässt hier aber nicht mehr viel Spielraum. Von daher besteht zumindest die Hoffnung, dass Priceline mit dem Gewinnwachstum Schritt hält und weitere 25 Prozent auf neue Rekordstände um 1.500 US-Dollar zulegt.

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